2 thoughts on “Paradox – Am Abgrund der Ewigkeit: Roman

  1. Anonymous
    13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Eigentlich 3,5 Sterne, 9. Mai 2018
    Von 
    Wolfgang P. (Bezirk Gmunden, OÖ)

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Paradox – Am Abgrund der Ewigkeit: Roman (Taschenbuch)
    … würde es die geben! Das Buch bietet insgesamt ganz vernünftigen und spannenden Lesestoff, fühlt sich aber teilweise auch sehr “banal” an.
    Die ausführliche Darstellung des Astronautentrainings ist das beste Beispiel: Einerseits sehr interessant und ausführlich, andererseits hatte ich permanent das Gefühl, dass Peterson uuunbedingt sein Insider-Wissen niederschreiben will. Und dies sehr plakativ und mit allen Floskeln, Intrigen und menschlichen Unzulänglichkeiten.

    Irgendwann sitzen die Hauptprotagnisten dann doch in ihrer Rakete und das Abenteuer beginnt (endlich).
    Bis dahin liest man halt eher die Story eines relativ seichten B-Movies. Insofern tue ich mir mit 5-Stern Bewertungen hier auch schwer – und sogar bei meinen 4 Sternen sind schon beide Augen zugekniffen;-)

    Unabhängig vom SF-Ende und dem “Highlight” des Buches habe ich mir auch noch mit der relativ aktuellen Sozialkritik und den Politischen Statements ein wenig schwer getan. Von diesen fließen auch permanent welche mit ein und auch hier hatte ich das Gefühl, Peterson wollte die unbedingt der “Vollständigkeit” halber einbauen. Mir würden sie im Nachhinein nicht fehlen, im Gegenteil.

    Fazit: Meine Variante von Paradox würde einige Seiten weniger beinhalten – und sich von Beginn an mehr auf den Kern konzentrieren.
    Weniger Alltag, Training und Beziehungsquatsch – mehr SF, mehr Tragik, mehr “Epos”.

  2. Anonymous
    9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Fesselnde Geschichte mit ein paar Ungleichgewichten im Spannungsbogen, 6. Februar 2016
    Von 
    Palamedes (Rhein-Main)

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Ich bin SciFi-Fan und nicht so der “Literatur-Rezensent”. Bevor das Folgende hier falsch rüberkommt: ich fand und finde das Buch spannend und unterhaltsam und Hut ab vor dem Autor, der es als Newcomer in diesem Genre mit so vielen Nerds sicher nicht leicht hat, die kritisieren ja immer mal gerne über Gebühr *hüstel*

    Vorsicht vor ein paar kleinen Spoilern (ich geb mir Mühe)…

    Was ich super finde: es ist eingängig erzählt, die Charaktere werden gut eingeführt (das war in “Transport” noch deutlich holpriger – übrigens auch empfehlenswert) und die Story bzw. die Antwort auf “die große Frage” ist jetzt zwar nicht super-innovativ, aber auch nicht zu mainstreamig. Und vor allen Dingen: es unterhält sehr gut und fesselt. Habe schon länger kein Buch mehr in 3 Tagen durchgehauen 🙂

    Was ich ausbaufähig finde: der Spannungsbogen ist extrem “rechtssteil” – die Story geht eigentlich erst bei knapp 70% des Buches (Kindle Edition) richtig los, bei 85% wird es überhaupt erst richtig interessant. Und dann ist es auch schon vorbei. Am Ende geht es dann teilweise so zügig, dass man schon fast von “lieblos” sprechen könnte. (Oder der Autor will damit seine nihilistische Weltsicht transportieren, dann chapeau!) Wenn man Charaktere so detailliert einführt, dann muss man auch hinten raus mehr Details liefern, man kann doch nicht die komplette Familiengeschichte total sensibel einführen und dann..bäng…weg, von einem Moment auf den anderen. Und das mit mehr als einem Protagonisten… hat ein bisschen was von Game of Thrones 😉 Ein paar Dinge muss man nicht erklären, wer Hard SF liest der sollte wohl was mit Fermi-Paradoxon und einigen anderen genutzten Konzepten anfangen können, aber ok. Einige Halbsätze werden 1:1 mehrfach wiederholt, da liegen zwar immer ein paar Dutzend Seiten zwischen, aber man bemerkt es nach einiger Zeit immer mal wieder. Und: die “emotionalen Teile” wirken leider immer noch (wie in Transport) etwas Holzschnittartig bzw. verbal irgendwie…steif. Die Protagonisten sind charakterlich zusammengestellt wie eine Vorzeige-AD&D-Party und man merkt, dass der Autor aus der technisch-wissenschaftlichen Ecke kommt und daher offenbar die emotionalen Darstellungen etwas…sagen wir mal “distanziert” wirken. No offense 🙂

    Wie gesagt, ich fand es klasse und wurde gut unterhalten. Ich bin gespannt auf weitere Werke 🙂

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