Totgespielt: Thriller

By | August 27, 2018
Totgespielt: Thriller

Der erfolgreiche Thriller-Autor Andreas Herzog erwacht nach einem schweren Autounfall im Krankenhaus zu schrecklichen Neuigkeiten: Er soll seine Ex-Frau grausam verstümmelt und ermordet haben – vor den Augen ihres gemeinsamen Sohnes. Doch Herzog ist überzeugt von seiner Unschuld und stürzt sich in eine waghalsige Flucht mit der jungen Krankenschwester Lina. Während Herzog sich den Dämonen seiner Vergangenheit stellt, verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion: Weitere brutal zugerichtete Leichen tauchen auf – ermordet nach dem Muster in Herzogs letztem Thriller …

Dieser schonungslose Psychothriller ist L.C. Freys bisher gewagtester Roman – und vielleicht auch sein persönlichster?

AUS DEM BUCH:

Das Blut war überall. Es bedeckte die Wände der Hütte, die kitschigen Spitzenvorhänge an den Fenstern, das Bett. Ein fettiger, roter Streifen war quer über das Glas der kleinen Fensterscheiben gespritzt und lief jetzt herab, erstarrend und von Reif überzogen durch die Kälte des Glases, die gleichsam wie die Kälte des Herzens war. Denn das Herz war tot und es hatte aufgehört zu schlagen, für immer.


Nackte Betonwände, ein Steinfußboden, auf dem ein Stuhl stand, in der geometrischen Mitte des Bildausschnittes. Der Täter hatte die Kamera im äußersten Winkel des Raumes unterbringen müssen, damit sie das gesamte Geschehen einfangen konnte. Damit man das gefesselte Mädchen gut sehen konnte, das auf dem Stuhl auf Zehenspitzen stand. Das tat sie, weil um ihren Hals ein Seil geschlungen war, dessen Ende an der Decke befestigt worden war. Ihr Balanceakt auf dem wackeligen Stuhl war alles, das sie noch von einem tödlichen Sturz in die Tiefe trennte.
Auch an dem Stuhl war ein Seil befestigt.


Sie macht den Mund auf, denn sie muss den Mund aufmachen, damit er den Schuh hineinschieben kann, wie jedesmal. Heute ist er beinahe sanft dabei, und sie schmeckt den schmutzigen Plüsch, feucht von ihrem eigenen Speichel. Sie dreht den Kopf zur Seite, und ihr Blick fällt auf den Mond draußen vor dem Fenster, eine schmale Sichel nur, halb verdeckt von dichten, düsteren Wolken. Vermutlich wird es regnen, später heute Nacht. Sie schließt die Augen, wie jedesmal. Er erlaubt nicht, dass sie ihn anschaut, dass sie irgendwo hinschaut, während er auf ihr ist. Er hat gesagt, dass er sie umbringt, wenn sie die Augen öffnet, bevor es vorbei ist. Sie glaubt ihm.

Empfohlen für Leser ab 18 Jahren.

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2 thoughts on “Totgespielt: Thriller

  1. Anonymous
    5.0 von 5 Sternen
    Wahnsinn, Realität oder beides?, 17. August 2016
    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Totgespielt: Thriller (Taschenbuch)
    Der erfolgreiche Thriller-Autor Andreas Herzog erwacht nach einem schweren Autounfall im Krankenhaus zu schrecklichen Neuigkeiten: Er soll seine Ex-Frau grausam verstümmelt und ermordet haben – vor den Augen ihres gemeinsamen Sohnes. Doch Herzog ist überzeugt von seiner Unschuld und stürzt sich in eine waghalsige Flucht mit der jungen Krankenschwester Lina. Während Herzog sich den Dämonen seiner Vergangenheit stellt, verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion: Weitere brutal zugerichtete Leichen tauchen auf – ermordet nach dem Muster in Herzogs letztem Thrille…(Klappentext)

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    Andreas Herzog, ein Thriller-Autor der einen Faible für schöne Frauen, Drogen, Alkohol und schnelle Autos hat. Das Geld dafür verdient er sich mit überaus blutrünstigen und morbiden Thrillern.
    Nach einer durchzechten und durchgekoksten Nacht ist er auf dem Weg zu seiner Ex-Frau und ihrem gemeinsam Sohn Tommy, um Weihnachten zu feiern. Doch dann – Filmriß. Er wacht lädiert im Krankenhaus auf. Auf seinem Arm steht mit Permanentmarker der Satz “Du warst es nicht”. Kurz darauf erfährt er über die Nachrichten, daß seine Ex-Frau vor 3 Tagen auf brutalste Weise ermordet wurde und er der Hauptverdächtige ist. Er hat keinerle Erinnerungen an die letzten drei Tage. Panisch und ohne Erinnerung flüchtet er aus dem Krankenhaus. Auf der Suche nach der Wahrheit. Doch mit der Zeit zweifelt er an sich selbst, denn alles deutet selbst für ihn daraufhin, daß er der Täter ist und seine Ex-Frau ist nicht das einzige Opfer. Und das Schlimme – die Vorgehensweise ähnelt dem der Psychopathen in seinen Romanen fast bis in das kleinste Detail.

    Ein packender und blutiger Thriller der nicht nur den Hauptprotagonisten an sich zweifeln lässt, sondern auch den Leser. Man wünscht sich dieser Autor wäre nicht der Täter, rätselt und tüfftelt, springt von einem Verdächtigen zum Nächsten, nur um alles wieder zu verwerfen und wieder von vorne zu beginnen.
    Ein Drahtseilakt zwischen Wahnsinn und Realität und dann kommt doch alles ganz anders..oder doch nicht?

    Der Schreibstil ist rasant und fesselnd, was mich jedoch begeistern konnte war der Erzählstil. Man bekommt Einblicke in die Thriller des Autors Andreas Herzog, die ebenso spannend und blutig sind. Quasi Thriller in Thriller.
    Zusätzlich Spannung von Anfang bisEnde und der Plot einfach nur genial, wobei am Ende alles zu einem schlüssigen und überraschenden Ende zusammengeführt wird. Das Ende ist nochmals eine Sensation, ganz im ehemaligen Stephen King-Style.

    Fazit:
    Mit diesem Autor hat Stephen King einen Konkurrenten erhalten.
    Wie dieser schafft es L.C. Frey den Leser hinters Licht zu führen und das auf morbide Art und Weise, wo Wahnsinn und Realität so eng beinander liegen und die Grenzen nicht klar erkennbar sind.
    Ein überaus spannender Thriller, blutig und morbid – so mag ich es und daher wird das mit Sicherheit nicht mein letzter L.C. Frey gewesen sein.
    Von mir gibt es für diesen Thriller natürlich eine absolute Leseempfehlung!

  2. Anonymous
    4.0 von 5 Sternen
    wenn die Erinnerung fehlt und man plötzlich ein Mörder sein soll, 30. Juni 2016
    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Totgespielt: Thriller (Kindle Edition)
    Andreas Herzog ist Autor, er schreibt vor allem Thriller, hat sich aber zwischendurch auch an Romanen probiert, die kläglich scheiterten. Kurz vor Weihnachten erscheint sein neues Buch “Totgespielt”. An Heiligabend will er eigentlich zu seiner Exfrau Sabine und ihren gemeinsamen Sohn Tommy. Doch plötzlich findet sich Herzog in einem Krankenhaus wieder, es ist der 27.12., er kann sich an nichts mehr erinnern und steht unter dringenden Mordverdacht an Sabine, die vor den Augen ihres Sohnen bestalisch ermordet wurde. Zusammen mit der Krankenschwester Lina flieht er und hofft so die Situation aufklären bzw. sich wieder erinnern zu können.

    Der Schreibstil des Autoren war sehr angenehm zu lesen und er konnte die Spannung das ganze Buch über aufrecht erhalten. Gut fand ich auch, dass sehr viele Details verwendet wurden, die Sätze waren dann zum Teil zwar etwas länger aber doch sehr verständlich. Ich mochte auch, dass zwischendurch immer wieder Textabschnitte, Zeitungsartikel, Protokolle etc. des Autors Andreas Herzog mit eingeflossen sind, dadurch wurde das ganze irgendwie noch lebendiger und realer. Das Ende fand ich noch einmal besonders gut, auch wenn es ziemlich kurz war, doch war irgendwie für mich auch etwas unerwartetes dabei, auch wenn ich eine kleine Spur hatte.
    Von den Hauptprotagonisten fand ich Andreas Herzog noch am sympathischsten. Es war sehr gut dargestellt, wie ihn die eventuelle Schuld überfällt und er psychisch labil wird. Ich konnte mir aber auch nicht vorstellen, dass er irgendwie schuldig ist und etwas mit den Morden zu tun hat. Er war zwar etwas eigenwillig aber doch ganz sympathisch. Lina, die Krankenschwester und Begleiterin von Herzog, fand ich auch noch ganz ok, wobei man ihr deutlich angemerkt hat, wie psychisch instabil sie ist und sie schon einiges durchmachen musste. Ich hatte auch immer das Gefühl, dass sie irgendetwas verheimlicht und mehr von Herzog will als nur seine Gefühle. Der Kommissar Walkowiak war mir total unsympathisch, durch seine ungeduldige, aggressive Art und irgendwie hatte ich das Gefühl dass er eher Machtspiele macht, als in der Auflösung des Falls auch nur ein Stückchen weiter zu kommen, für ihn war von Beginn an klar, dass Herzog der Mörder sein muss. Der Kriminalpsychologe Steinlein war auch ein kleiner Experte für sich und ein sehr eigenartiger Kopf, der sich immer gegen Walkowiak gewendet hat und die ein oder andere gute Idee hatte.

    Alles in allem war dies ein guter Thriller, der die Gefühlswelt des Autors sehr gut dargestellt wurde, eine interessante Mischung, mit einem tollen Schreibstil bereit hielt und durchweg spannend war.

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