2 thoughts on “STAR TREK Archive – 40 Jahre Sci-Fi-Kult

  1. junior-soprano
    7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Viel zu knappe Abhandlung, dafür mit vielen Fotos, im schicken Schuber & mit herausnehmbaren Spielereien, 24. Mai 2013
    Rezension bezieht sich auf: STAR TREK Archive – 40 Jahre Sci-Fi-Kult (Gebundene Ausgabe)

    Kundenvideo-Rezension Länge:: 0:37 Minuten

    Space. The final frontier. Nun kann man Space mit Weltall oder auch mit Raum übersetzen – und an Letzterem mangelt es diesem Prachtband leider. Die brandneuen Kinofilme werden nicht berücksichtigt, der Fokus liegt auf dem Medium Fernsehen, inklusive der Zeichentrickserie von TOS. Ansonsten werden noch Comics und Merchandising-Artikel vorgestellt – das kann aber doch noch nicht alles gewesen sein!

    Star Trek Fans müssten ja eigentlich eine Vorliebe für neue Medien wie e-Book haben. Das ist hier allerdings kaum möglich, da es ein Buch zum Anfassen und Mitmachen ist. Wer will kann sogar etwas ausmalen, denn eine der beiliegenden Replika ist ein Malbuch, in dem Bilder von Spock und Co ausgemalt werden können. Weiterhin gibt es einen Bauplan für Picards Borg-Arm, einen winzigen Drehbuchauszug und andere herausnehmbare Elemente. Das alles gab’s anderswo schon mal prachtvoller – etwa im Buch zu Christopher Nolans Batman, bei dem gleich ein ganzer Stadtplan von Gotham City dabei war. Batman Das Dark Knight Handbuch: Werkzeuge, Waffen, Fahrzeuge & Dokumente aus der Bathöhle

    Das Buch könnte einige Ergänzungen vertragen: Vorwort von Produzenten, Interviews mit Darstellern usw. Auf 18 Seiten wird TNG abgehandelt, 16 Seiten stehen für DS9 zur Verfügung. Andererseits: wer sich für dieses Buch interessiert wird wohl die Dialoge der Serien mitsprechen können, was ließ sich hier noch neues erfahren?

    Sicherlich vor allem ein Geschenkbuch, das dank dickem Pappschuber sehr schick wirkt. Wird eher als Bildband herhalten, denn als fundiertes Nachschlagewerk. Und es macht durchaus Spaß sich durch Fotos von Actionfiguren und Szenen aus den Serien und Kinofilmen zu blättern. Das der Kommunikator heutigen Handys und dass Star Trek vor Jahrzehnten Vorläufer heutiger Tablet-PC’s zeigte dürfte nun wirklich zur Allgemeinbildung gehören – etwas tiefgründiger hätten die Infos durchaus sein dürfen.

    128 Seiten, Hardcover im Schuber, 14 herausnehmbare Gimmicks, Autor: Scott Tipton, Übersetzung: Barbara Knesl, Veronika Knesl, Panini 2013

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  2. Frank Stein
    6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Tolle Einführung ins “Star Trek”-Universum, 27. Mai 2013
    Rezension bezieht sich auf: STAR TREK Archive – 40 Jahre Sci-Fi-Kult (Gebundene Ausgabe)

    2011, bezeichnenderweise zum 45-jährigen Jubiläum von „Star Trek“, erschien von Scott Tipton für Fans ein kleiner (oder eigentlich gar nicht so kleiner) Schatz in Buchform: „Star Trek Vault: 40 Years from the Archives“ hieß das Werk, das einen unterhaltsamen Blick zurück warf und diesen mit reichlich Fotomaterial und Gimmicks garnierte. Nun ist das Buch im Zuge von „Star Trek: Into Darkness“ auch auf Deutsch erschienen.

    Im Gegensatz zum amerikanischen Original, das „nur“ als Hardcover mit Schutzumschlag daherkam, spendiert Panini Books der deutsche Ausgabe sogar einen schicken Pappschuber, in dem das großformatige (ca. 30×30 cm) Hardcoverbuch steckt. Kräftiger Spotlack verziert sowohl Schuber als auch Buch und macht das Werk schon auf den ersten Blick zu einem Objekt der Fanbegierde. Auch innen weiß das Buch zu gefallen: Festes Papier, Fadenbindung, Vollfarbe mit über 300 Abbildungen sowie 14 herausnehmbare Erinnerungsstücke – Nachdrucke aus den offiziellen Archiven – zeugen davon, dass die Macher hier wirklich ein hochwertiges Produkt herausbringen wollten.

    Diese Gimmicks umfassen beispielsweise ein altes „Star Trek“-Malbüchlein zur Originalserie, ein Enterprise-Bügelbild, seltene Sammelkarten, eine Blaupause von Picards Kommandosessel, Aufkleber zu „Star Trek – Der Film“ von 1979 und mehr. Natürlich handelt es sich dabei unterm Strich bloß um witziges Beiwerk, aber es macht Spaß, sich die Objekte anzuschauen und über einiges zu schmunzeln, was damals so auf dem Markt war (ich sage nur: der „Spock Lives“-Wimpel zu „Der Zorn des Khan“).

    Inhaltlich geht Autor Scott Tipton chronologisch vor. Das 128 Seiten umfassende Buch ist in acht Kapitel unterteilt, die sich der Originalserie, der Zeichentrickserie, den sechs klassischen Kinofilmen, der nächsten Generation, den vier „TNG“-Kinofilmen, „Deep Space Nine“, „Voyager“ und zum Abschluss „Star Trek: Enterprise“ widmen. Das Abramsverse bleibt hier völlig außen vor, auch wenn auf dem Rückseitentext des Schubers natürlich auf zwölf Filme hingewiesen wird. Ebenso außen vor bleibt das erweiterte Universum der Comics, Romane und Computerspiele. „Star Trek Archive – 40 Jahre Sci-Fi-Kult“ ist eine reine Produktions- und Rezeptionsgeschichte, mit ausgewählten Schlenkern in den Bereich der Merchandising-Produkte (hier vor allem Spielzeug und Tinnef, der einen gewissen Kuriositätenwert hat).

    Tiptons Text ist für das, was das Buch sein will – ein allgemeiner und hübsch aufgemachter Überblick –, genau richtig dosiert. In durchaus launigem Tonfall erzählt der Autor die Geschichte von 40 Jahren „Star Trek“, wobei alle wichtigen Fakten und Anekdoten vorhanden sind (etwa, dass das „Star Trek“-Fandom damals dafür sorgte, dass das erste Space Shuttle „Enterprise“ statt „Constitution“ genannt wurde, oder dass Martin Luther King persönlich die zweifelnde Nichelle Nichols davon überzeugte, ihre Rolle als Uhura weiterzuspielen). Erfreulicherweise nimmt Tipton bei seinem Rückblick auch kein Blatt vor den Mund. So herrscht zwar über weite Strecken ein Tonfall vor, der seine Liebe zum Franchise klar erkennen lässt. Aber er benennt auch Probleme, Fehlentscheidungen und die Kämpfe, die „Star Trek“ in seiner wechselhaften Geschichte auszufechten hatte.

    Natürlich hat das Buch seine Lücken. 40 Jahre, zehn Filme und sechs Serien können nicht auf 128 Seiten im Detail abgehandelt werden. Eingefleischten Fans wird zudem das meiste, was man zu lesen bekommt, mehr oder weniger bekannt sein. Für Leute, die es ganz genau wissen wollen, gibt es jedoch andere Werke. „Star Trek Archive – 40 Jahre Sci-Fi-Kult“ möchte eine unterhaltsame Zusammenfassung sein, voller Erinnerungen und auch Zitate der Filmemacher, mit schlaglichtartigen Ausflügen in die Welt der kuriosen Begleitprodukte (ich sage nur: Marshmallow-Dispenser) und mit vielen Bildern garniert, die Lust machen, das „Star Trek“-Universum zu entdecken. Und genau das, Lust auf das „Star Trek“-Universum zu wecken, gelingt dem Buch ganz hervorragend.

    Fazit: „Star Trek Archive – 40 Jahre Sci-Fi-Kult“ überzeugt sowohl von der Aufmachung als auch vom Inhalt her. Wer einmal unterhaltsam und ohne unnötigen Detailballast in die wechselhafte Geschichte von „Star Trek“ eingeführt werden möchte, findet in diesem Werk eine wundervolle Möglichkeit. Der überblicksartige Text ist kurzweilig zu lesen, die zahlreichen Bilder und das gute…

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