Night Dancer: Komm, tanz mit mir!

By | February 11, 2019
Night Dancer: Komm, tanz mit mir!

Der junge Matrose Sebas Schwarz feiert gerade seinen 26. Geburtstag an Bord seines Kreuzfahrtschiffes, als einer der Passagiere ihn auf ungewöhnliche Weise in den Bann zieht. Es ist Tristan von Wellenstein, ein einsamer Vampir, der in Sebas den Gefährten für die Ewigkeit sieht. Dieser allerdings macht sich nichts aus Männern und verbringt die Nacht mit einer Tänzerin, die kurz danach ermordet aufgefunden wird. Sebas vertuscht den Mord und geht in Tristans Heimatstadt New York für einen Urlaub an Land. Der Zufall will es, dass er sich ausgerechnet an seinem ersten Abend selbst in Lebensgefahr begibt. Der Vampir, der ihm gefolgt ist, ergreift die Chance, rettet ihn und macht ihn zu seinem Gefährten, ohne ihn vor die Wahl zu stellen. Drei Monate hat Tristan von Wellenstein nun Zeit, dem Seemann nicht nur den Kodex der Vampire beizubringen, sondern ihn vor allem auch davon zu überzeugen, dass er der beste Partner für die Ewigkeit ist.
Wird Sebas wirklich die Seiten wechseln und nach Ablauf der Frist den alles entscheidenden Blutschwur mit seinem Herzblut leisten?

— Auszug aus dem Roman —
„Tristan“, stöhnte Sebas. „Wo bin ich?“ Vorsichtig zwang er sich, seine Augen zu öffnen und nach und nach nahm er Teile seiner Umgebung wahr.
„Was ist los mit mir?“, fragte er verwundert und stützte sich mit dem Ellbogen ab.
„Ich habe dir versprochen, dich zu retten“, antwortete Tristan sanft, „und das habe ich auch getan.“
Verständnislos sah ihn Sebas an. Noch immer glaubte er zu träumen. Er blickte sich in dem düsteren Kellerraum um und blieb dann doch wieder bei Tristans Gestalt hängen, die plötzlich noch verlockender als sonst wirkte.
Seine edlen Gesichtszüge flackerten im Kerzenschein und tauchten die Atmosphäre in ein geheimnisvolles Licht.
„Du sagtest, dass ich sterben muss. Warum fühle ich mich dann so lebendig?“ Sebas lehnte sich wieder zurück und schloss die Augen. Bevor er sie wieder öffnete, schüttelte er fassungslos den Kopf. „Ich meine, ich fühle mich besser als je zuvor“, fasste er ungläubig zusammen und sah dabei von seinen Händen an sich herab und zurück zu Tristan.
Dieser ließ sich mit seiner Antwort Zeit, so, als ob er die richtigen Worte erst finden müsste. Schließlich trat er entschlossen auf Sebas zu und sprach mit ernster Stimme.
„Es gab nur eine Wahl: Dich in dieser schmutzigen Gasse elend an deinen inneren Blutungen zugrunde gehen zu lassen, oder…“
Tristan setzte ab und zuckte mit den Schultern.
“… oder?”, wiederholte Sebas erwartungsvoll.
“… oder dich zu meinem Gefährten zu machen.”
Sebas legte den Kopf schief und betrachtete Tristan genauer. “So, wie du es aussprichst, gibt es einen Haken an der Sache.”
Der Vampir wirkte plötzlich nervös und unsicher und zum ersten Mal fühlte sich Sebas in seiner Gegenwart überlegen.
“Was heißt das? ‘Gefährten’? Sind wir jetzt Hobbits, oder was?” Heiser lachte er über seinen eigenen Witz, verstummte aber sofort, als er Tristans ernste Miene sah.
“Nein, Sebas. Wir sind Kinder der Nacht.” Er schluckte und suchte sichtbar nach Worten. Weil er anscheinend immer noch nicht verstand, versuchte er es mit einer anschaulicheren Erklärung. “Wir sind moderne Robin Hoods: Wir nehmen von den Reichen und behalten es für den Fall, dass wir einmal arm werden.”
“Tristan!” Langsam wurde Sebas, der sich seiner Veränderung immer deutlicher bewusst wurde, ungeduldig.
“Wir sind dunkle Richter, verführerische Monster, schön, begehrt, anmutig und gefährlich.” Mit einem Wimpernschlag hatte er sich über Sebas gebeugt und fuhr ihm mit der Hand sanft über sein Haar. “Wir sind Vampire”, hauchte er ihm verführerisch entgegen und entblößte bedrohlich seine spitzen Eckzähne.

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