Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren …: Was passierte, als ich es trotzdem tat (DuMont Welt – Menschen – Reisen)

By | November 25, 2017
Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren ...: Was passierte, als ich es trotzdem tat (DuMont Welt - Menschen - Reisen)

Was passierte, als ich es trotzdem tat
Broschiertes Buch
Eine Frau, ein Motorrad und die wagemutigste Reise ihres Lebens
Eines Tages entdeckt Lois Pryce in London einen Zettel an ihrem weitgereisten Motorrad: Eine persönliche Einladung in den Iran, ausgesprochen von einem Fremden namens Habib. Die Neugierde der Abenteurerin ist geweckt. Dass Frauen im Iran offiziell gar kein Motorrad fahren dürfen … und alle Bekannten ihr dringend davon abraten … geschenkt! Ihre ebenso mutige wie überraschende Reise in den echten Iran kann beginnen: 5000 Kilometer mit Helm und Hidschab – und zahllosen unvergesslichen Begegnungen.

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2 thoughts on “Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren …: Was passierte, als ich es trotzdem tat (DuMont Welt – Menschen – Reisen)

  1. Viking
    6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Mutig oder etwas wahnsinnig? Auf jeden Fall spannend!, 24. September 2017
    Rezension bezieht sich auf: Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren …: Was passierte, als ich es trotzdem tat (DuMont Welt – Menschen – Reisen) (Taschenbuch)
    Das Buch ist von einer Britin, Lois, geschrieben, die 2013 allein mit dem Motorrad 5000 Kilometer durch den Iran tourte.
    Diplomatische Beziehungen zwischen Großbritannien und dem Iran wurden 2011 aufgehoben, die britische Botschaft in Teheran attackiert von den Iranern, weil die Briten Sanktionen verhängt hatten. Rohani wurde 2013 zum neuen iranischen Präsidenten gewählt, aber die Sanktionen waren noch zugange, als die Autorin die Reise antrat.
    So war es nicht einfach, als Britin mit einem Motorrad und englischer Nummer einzureisen. Etliche Kontrollen, argwöhnische Polizisten und viel Fragerei musste sie über sich ergehen lassen.

    Auf jeden Fall ist sie kein Neuling, in dieser Art zu reisen. Erfahrung mit dem Motorrad hat sie. Dennoch ist es mehr als mutig, gerade als Frau, allein in den Iran zu reisen. Sie machte die Tour durch Täbris, Teheran, Isfahan und Schiraz, durchquerte extrem einsame Gegenden und verlassene Orte. Verrückt oder mutig oder beides!

    Überall ist Überwachung, Polizei, Kontrolle und trauen kann man keinem. Das sagen die Iraner über ihre eigenen Leute. Denn man weiß nie, ob der Nachbar einen anschwärzt und verrät. Alkohol ist verboten, Musik und Parties ebenso. Frauen müssen verschleiert sein, haben keine Rechte, sind aber sehr gebildet und haben oftmals studiert. Auch die Autorin musste sich in den Schleier hüllen, hat ein weites Jeanskleid über ihre Motorradkluft gezogen, da es im Iran verboten ist, auch nur eine einzige Rundung des Körpers zu zeigen, von den Haaren ganz zu schweigen. Das könnte sofort der Sittenpolizei gemeldet werden. Überall herrscht Angst.

    Die Iraner sind extrem gastfreundlich, haben die Autorin bewirtet und auch übernachten lassen. Ein paar Kontakte hatte sie von zuhause aus geknüpft. Sie konnte das grausame Gefängnis in Teheran sehen, keinesfalls aber ein Foto machen. Überhaupt sind Fotos von militärischen Anlagen oder Atomkraftwerken und anderen staatlichen Gebäuden verboten. So viele Iraner sind verschwunden, oftmals weiß niemand, ob sie im Gefängnis sind oder tot. Sie sind verhaftet und weg. Schreckliche Geschichten!
    Tollen Menschen ist sie begegnet, die privat offen, herzlich und ehrlich waren, aber in der Öffentlichkeit den strengen Gesetzen folgen müssen, wenn sie nicht selbst im Gefängnis landen wollen.

    Doch auch Unangenehms hat die Autorin erlebt, auf einer einsamen Straße an einer Tankstelle, wo sie ein junger Iraner – anscheinend zugedröhnt – massiv anging, nicht sexuell, sondern voller Wut und Hass. Sie musste ständig auf der Hut sein, in jedem Moment ihres Weges, da sie nie wusste, wie die Menschen sich verhalten, wenn sie eine Ausländerin auf dem Motorrad sehen. Ihre Angst war berechtigt. Die Menschen sind gefangen im Land, dürfen sich nicht vergnügen, es herrscht eine hohe Arbeitslosigkeit und alles ist überwacht. In privaten Gesprächen erfuhr sie von dem Frust und der Hoffnungslosigkeit vieler Iraner.

    Ihr hat die Reise gefallen,sie kam im Frühjahr 2014 wieder, hatte ihr Motorrad in Teheran untergestellt. Doch die politische Situation hatte sich geändert. Auf halber Strecke ihrer Reise erfuhr sie, dass Briten nun nicht mehr allein durchs Land reisen dürfen. Cameron scheint die Menschenrechtsverletzungen im Iran angeprangert zu haben, so mutmaßte sie. Sie ließ ihr Motorrad zurückfliegen.

    Das Buch ist sehr spannend geschrieben. Gekonnt wird die Geschichte des Landes eingewebt, ohne irgendwann je langweilig zu sein. Das Buch ist lebendig gestaltet. Von Sehenswürdigkeiten im Iran erfährt man sehr wenig, entweder gibt es sie nicht oder aber es ist die Natur und die Landschaft, die im Vordergrund stehen soll. Das gezeichnete Bild der Iraner ist ein herzliches, die Informationen sind reichhaltig und sehr interessant.
    Die Karte über die Tour vorne im Umschlag ist etwas geizig ausgefallen, da hätte man mehr daraus machen können. Dafür sind in der Mitte ein paar Farbbilder eingebunden.

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  2. sabatayn76
    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    ‚Man kann nur dann wirklich reisen [].’, 27. Oktober 2017
    Rezension bezieht sich auf: Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren …: Was passierte, als ich es trotzdem tat (DuMont Welt – Menschen – Reisen) (Taschenbuch)
    ‚Man kann nur dann wirklich reisen, wenn man loslässt und annimmt, was jeder Ort zu bieten hat, ohne ihn in eine bekannte Schablone pressen zu wollen.‘ (Freya Stark)

    Die Umstände, die Lois Pryce in den Iran führten, waren recht merkwürdig: Sie hatte ihr Motorrad im Londoner Stadtteil Kensington geparkt und fand bei der Rückkehr daran einen Zettel von einem gewissen, ihr unbekannten Habib, der ihr eine Motorradreise nach Schiraz ans Herz legte, damit sie sein Land vor Ort und jenseits der gängigen Vorurteile gegenüber dem Iran kennenlernen kann.

    In der Folge beschäftigt sich Pryce intensiver mit dem Land und beschließt letztendlich, sich auf den Weg in den Iran zu machen und sich selbst von der von Habib angepriesenen Schönheit des Landes zu überzeugen.

    Sie erhält problemlos ein Visum, aber keine Erlaubnis, mit dem Motorrad einzureisen, so dass sie einen Trick anwenden muss. Und schließlich betritt sie iranischen Boden und reist auf ihrem Motorrad quer durchs Land.

    Mir hat ‚Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren… Was passierte, als ich es trotzdem tat‘ sehr gut gefallen, obwohl ich den Titel des Buches sehr sperrig und wenig ansprechend finde. Da ich aber schon viel über den Iran gelesen habe und sehr interessiert an dem Land und seinen Bewohnern bin, habe ich das Buch trotzdem gelesen.

    Pryce erzählt auf einfache und unterhaltsame Weise von ihrer Reise, so dass man das Buch schnell lesen kann und von der ersten Seite an gefesselt ist. Dabei begleitet man die Britin bei der Lektüre durch Städte wie Täbriz, Teheran, Isfahan, Yazd, Schiraz und in verschiedene Landschaftsformen des Iran wie z.B. ins Elburs-Gebirge.

    Pryce‘ Buch ist eine gelungene Mischung aus Fakten, Freya Starks Reisebericht aus den 1930er Jahren, eigenen Erlebnissen und den Erzählungen von unterwegs getroffenen Personen. Pryce berichtet u.a. von Geschichte und Politik, Vorurteilen und Lernprozessen auf beiden Seiten, Alltag und gesellschaftlichen Besonderheiten wie tarof, Unsicherheit und Gefahren, Gefängnis und Geheimpolizei, Islam und Zoroastrismus, Gastfreundschaft und Aufeinanderprallen der Kulturen, Alkohol und Opium, Islamische und Grüne Revolution, Reza Schah Pahlavi und Ruhollah Chomeini.

    Neben den vielen Informationen über den Iran und die Iraner fand ich besonders gelungen, welche Wandlung Pryce durch ihre Iran-Reise durchgemacht hat, wie sie Vorurteile abgelegt hat und wie sie sich auf Land und Leute einlassen konnte.

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