3 thoughts on “Ich. Darf. Nicht. Schlafen.: Thriller (Hochkaräter)

  1. Amilyn
    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Spannend bis zur letzten Seite, 10. Mai 2017
    Rezension bezieht sich auf: Ich. Darf. Nicht. Schlafen.: Thriller (Hochkaräter) (Taschenbuch)
    Seit über zwanzig Jahren leidet Christine an einer Amnesie, die es ihr unmöglich macht, neue Erinnerungen zu behalten. In der Tiefschlafphase werden diese praktisch vom Gehirn gelöscht, und jeden Morgen wacht sie in dem Glauben auf, Anfang 20 zu sein und einen One-Night-Stand mit einem Unbekannten gehabt zu haben. Doch Christine ist fast 50, der Unbekannte ihr Ehemann Ben, und ihr Leben läuft an an ihr vorbei, ohne dass sie sich daran erinnern kann. Seit einiger Zeit ist sie bei einem Neurologen in Behandlung, der ihr geraten hat, ein Tagebuch zu führen. Und der erste Satz in diesem Buch ist: “Traue Ben nicht!”

    Komisch, dass die beiden Bücher, die S. J. Watson bisher herausgebracht hat, so eine schwache Durchschnittsbewertung auf allen Portalen haben. Ich finde sie beide absolut großartig. Nachdem ich zuerst seinen zweiten Roman Tu es. Tu es nicht. gelesen habe, habe ich mich nun auf das Debut Ich. Darf. Nicht. Schlafen. gefreut, und ich kann mir wirklich nicht erklären, warum einige dieses Buch nicht als Thriller bezeichnen. Ich habe beim Lesen kaum Luft bekommen vor Spannung, und ich glaube, dass ich nie einen aufregenderen Thriller gelesen habe als diesen.

    Vor allem bin ich beeindruckt, wie S. J. Watson es schafft, Dinge immer und immer wieder zu schreiben, ohne dass es langweilig oder nervig wird. Da Christine jeden Morgen aufwacht ohne zu wissen, wer sie heute ist und was sie in den letzten zwanzig Jahren erlebt hat, gibt es vieles, das doppelt erzählt wird, drei-, vier-, fünffach und sogar noch öfter – normalerweise ein Killer für eine Geschichte. Aber ich hatte niemals dieses Gefühl von “Nicht schon wieder!”. Dass es nötig ist, vieles mehrmals zu schreiben, ist ein Problem, dass der Autor meisterhaft gelöst hat.

    Der Leser erfährt mit Christine zusammen durch ihr Tagebuch, was sie Tag für Tag erlebt hat, warum sie sich selbst vor ihrem Ehemann warnt und auch, wie sich ihre Amnesie im Laufe der Jahre verändert hat. Immer wieder kommen Erinnerungsschübe in ihr hoch, die weder sie noch der Leser zuordnen können, und ich habe es wirklich genossen, genauso im Dunkeln herumzutappen wie die Protagonistin selbst. Der tolle Schreibstil tut sein Übriges.

    Manches erklärt S. J. Watson zugegebenermaßen ein wenig zu einfach, und da kam mir Christine etwas zu leichtgläubig vor. Da sie mit der Zeit, die sie “verpasst” hat, auch technische Fortschritte nicht mitbekommen hat bzw. sich daran nicht erinnern kann, hätte ich erwartet, dass sie zumindest einmal nachhakt, wenn jemand ihr sagt: “Das kann man heute machen.”

    Fazit: Tess Gerritsen lobt auf dem Klappentext, es sei der beste Debut-Thriller, den sie je gelesen habe, und ich kann mich ihr im Grunde nur anschließen. Ich finde dieses Buch großartig (habe übrigens direkt im Anschluss den Film gesehen und möchte den liebend gerne aus meinem Gedächtnis löschen …). Natürlich 5*****!

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  2. lat:sed
    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    3.0 von 5 Sternen
    Einfach nur lahm, 16. Februar 2017
    Rezension bezieht sich auf: Ich. Darf. Nicht. Schlafen (Broschiert)
    Die Idee ist sicherlich ganz nett, aber man quält sich Seite über Seite in den Kapiteln vor, ohne dass es irgendwann mal einen gewaltigen Bums-, Boah- oder Spannungseffekt gibt. Das zieht sich so hin, bis in die letzten paar Blätter. Wer sich einfach dafür interessiert, wie sich eine Frau nach und nach an ihre Welt wieder gewöhnt, Ursache zu Beginn der Geschichte ist der Verlust Ihres Erinnerungsvermögens, gut, der wird an dem Buch Spaß haben. Wer sich durch den Einband „der beste Thriller, den ich je gelesen habe“ zum Kauf verlocken lässt, wird vermutlich enttäuscht sein. Ein Thriller ist das nicht.
    Normalerweise lese ich einen Thriller an 3 oder 4 Abenden durch. Bei dieser Story schaffe ich gerade mal 25 Seiten am Stück, bis ich mit den Gedanken abschweife und den Deckel wiede zuklappe.
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  3. Anonymous
    4.0 von 5 Sternen
    ein etwas verstörtes Buch aber doch spannend geschrieben, 26. April 2017
    Rezension bezieht sich auf: Ich. Darf. Nicht. Schlafen.: Thriller (Hochkaräter) (Taschenbuch)
    Ohne Erinnerung sind wir nichts. Stell dir vor, du verlierst sie immer wieder, sobald du einschläfst. Dein Name, deine Identität, die Menschen, die du liebst – alles über Nacht ausradiert. Es gibt nur eine Person, der du vertraust. Aber erzählt sie dir die ganze Wahrheit?

    Als Christine aufwacht, ist sie verstört: Das Schlafzimmer ist fremd, und neben ihr im Bett liegt ein unbekannter älterer Typ. Sie kann sich an nichts erinnern. Schockiert muss sie feststellen, dass sie nicht Anfang zwanzig ist, wie sie denkt – sondern 47, verheiratet und seit einem Unfall vor vielen Jahren in einer Amnesie gefangen. Jede Nacht vergisst sie alles, was gewesen ist. Sie ist völlig angewiesen auf ihren Mann Ben, der sich immer um sie gekümmert hat. Doch dann findet Christine ein Tagebuch. Es ist in ihrer Handschrift geschrieben – und was darin steht, ist mehr als beunruhigend. Was ist wirklich mit ihr passiert? Wem kann sie trauen, wenn sie sich nicht einmal auf sich selbst verlassen kann?

    Das Buch ist spannend geschrieben. Auch die Idee was wäre wenn du dich am nächsten Tag nicht mehr erinnern kannst finde ich nicht schlecht.
    Auch bleibt die Spannung bis zum schluss erhalten. Am Ende war es bei mir nur so: War das alles? Fehlt da nicht was? Wieso so ein Ende?
    Ich würde es nicht als Thriller bezeichnen, sondern vielleicht als normalen Roman.
    Das Buch ist nicht uninteresant, die Personen sind kurz beschrieben, man erfährt von den Personen nur dass, was man erfahren sollte. Werde von den Autor evtl. nochmal ein Buch lesen, hoffe das dass verständlicher und besser ist.
    Fazit: kann man gelesen haben, muss man aber nicht lesen!!

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