Ein Mord zu Weihnachten: Kriminalroman

By | November 24, 2017
Ein Mord zu Weihnachten: Kriminalroman

Gebundenes Buch
Alljährlich lädt Benedict Grame Familie, Freunde und Bekannte zum großen Weihnachtsessen auf sein kleines britisches Landgut ein. Im Kreise seiner Lieben inszeniert er ein großes Festtagsspektakel. Dieses Jahr steht auch Mordecai Tremaine auf der Gästeliste. Der ehemalige Tabakhändler mit einer Schwäche für Liebesromane hat sich auch als Hobbydetektiv einen Namen gemacht – und ist vom Privatsekretär des Gastgebers beauftragt worden, die Geladenen im Auge zu behalten. Und tatsächlich: Jedes Mitglied dieser illustren Gesellschaft scheint etwas zu verbergen. Mordecai tastet sich durch ein Netz aus Lügen, Untreue, Erpressung und Verrat. Spätestens als um Mitternacht zwischen den Geschenken unter dem Baum eine Leiche liegt, ist ihm klar: Diese Weihnacht wird alles andere als besinnlich.

Erstmals 1949 veröffentlicht, ist dieser stimmungsvolle Krimi eine echte Weihnachtswiederentdeckung.

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One thought on “Ein Mord zu Weihnachten: Kriminalroman

  1. Dr. M.
    9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Wer hat den Weihnachtsmann erschossen? Ein Krimi der alten Schule, 23. Oktober 2017
    Rezension bezieht sich auf: Ein Mord zu Weihnachten: Kriminalroman (Gebundene Ausgabe)
    Es soll ja vorkommen, dass nicht jeder Weihnachten leiden kann. Und manche Menschen bekommen schlechte Laune, wenn sie an die fälligen Besuche zum Fest der Liebe denken. So ähnlich scheint es auch einigen Herrschaften zu gehen, die wieder einmal zu Benedict Grames Weihnachtsfeier auf dessen Landgut eingeladen wurden, denn ihr Missmut ist entweder schlecht getarnt oder mehr als offensichtlich. Unter den Eingeladenen befindet sich auch der allerdings gut gelaunte Mordecai Tremaine, der den zweifelhaften Ruf innehat, Morde anzuziehen. Kurze Zeit nach seinem Eintreffen findet jemand den Weihnachtsmann in aller Herrgottsfrühe ermordet unterm reich geschmückten Baum. Und obendrein fehlen auch noch alle Geschenke bis auf eines.

    Heutzutage ist auch nichts mehr heilig, könnte man denken. Doch dieser Kriminalroman stammt aus dem Jahre 1949 und ist der zweite Band der Tremaine-Serie des Autors. Und komisch gemeint ist er auch nicht. Vielmehr handelt es sich um einen klassischen Kriminalroman der alten Schule, in der Ermittler noch nicht über übermenschliche Kräfte im körperlichen Duell mit den Bösewichten verfügten. Es gibt auch keine wilden Verfolgungsjagden oder andere Tempobeschleuniger. In den guten alten Zeiten wurden die Fälle noch mit einer fast übermächtigen Geisteskraft gelöst, die den Leser erblassen lässt. Deshalb stört es auch nicht, dass die gesamte Handlung als Kammerspiel in Grames Landhaus aufgeführt wird. Der Klassiker also: Keiner verlässt das Haus, denn einer war der Mörder.

    Wenn man moderne Krimis gewöhnt ist, dann kann man schon seine Schwierigkeiten bekommen, denn auf den ersten hundert Seiten passiert eigentlich nichts, was irgendwie an Spannung erinnert. Vielmehr werden das Bühnenbild und die handelnden Personen vorgestellt, Fährten für später angelegt oder Dialoge geführt, deren Sinn man erst viel später klar erkennen wird. Dann geschieht der Mord, und von nun an muss man jede Kleinigkeit ernst nehmen, denn sie könnte entscheidend sein, will man am Ende nicht völlig verblüfft vor der Genialität des Mordecai Tremaine stehen. Der kriegt nämlich alles auch ohne Gentests oder andere Raffinessen unserer Zeit heraus. Die feine Beobachtung macht den Unterschied. Heutige Ermittlergenies hätten dafür einfach keine Zeit mehr.

    So gesehen zeigt dieser Uraltkrimi auch den heftigen kulturellen Wandel auf, der sich in nur wenigen Jahrzehnten vollzogen hat. Gemessen an heutigen Lesegewohnheiten fühlt man sich bei diesem Buch irgendwie an Holmes und Watson erinnert. Wer das mag, wird seine Freude an ihm haben.

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