Dune: Der Wüstenplanet

By | October 21, 2017
Dune: Der Wüstenplanet

Lesung. Ungekürzte Ausgabe. 1603 Min.
MP3 Audio CD
Herzog Leto, Oberhaupt des Hauses Atreides, erhält Arrakis zum Lehen, den Wüstenplaneten, eine lebensfeindliche und doch begehrte Welt, denn in ihren Dünenfeldern wird das Spice abgebaut. Diese Droge verleiht den Menschen die Gabe, in die Zukunft zu blicken, und bildet damit die Grundlage für die interstellare Raumfahrt. Als Letos Armee einem tödlichen Hinterhalt zum Opfer fällt, verbündet sich sein Sohn Paul mit den Ureinwohnern Arrakis’, den Fremen. Dies ist der Beginn eines gnadenlosen Rachefeldzuges …ARRAKIS. DER WÜSTENPLANET. Wie ein Paukenschlag hallt der Name durch die Träume des jungen Paul Atreides. Sein Vater hat den Planeten zum Lehen erhalten, wohl wissend, das es sich dabei um eine Falle der intergalaktischen Adelshäuser handelt. Arrakis ist eine lebensfeindliche, tödliche Welt, eine endlose Wüste, die nur von gigantischen Sandwürmern und den verstreut lebenden “Fremen” bewohnt wird. Doch der Planet ist auch der Schlüssel zur Macht über die Galaxis, denn nur hier wird das “Gewürz”, eine bewusstseinserweiternde Droge gewonnen.

Als die Familie Atreides auf Arrakis eintrifft, scheint ihr Schicksal besiegelt — unaufhaltsam zieht sich das Netz aus Intrigen und Verrat zusammen. Doch etwas haben ihre Todfeinde nicht bedacht: Paul ist nicht nur Erbe des Herzogs, er entstammt auch einer Blutlinie, die seit Jahrtausenden von der Sekte der Bene Gesserit geplant wird. Das Ziel des Zuchtprogramms ist, den “Kwisatz Haderach” hervorzubringen, einen Menschen, der Kraft seines Geistes in die Vergangenheit aller Menschen blicken kann. Und noch etwas wurde im Plan der Großen übersehen: Die unterjochten Fremen warten auf den Messias, mit dessen Hilfe sie Arrakis in die Freiheit führen wollen.

Obwohl bereits in den 60er-Jahren erschienen, ist Der Wüstenplanet bis heute nach Leserumfragen der beliebteste SF-Roman aller Zeiten. Das mag daran liegen, dass er einerseits ein bombastisches Heldenepos darstellt, das mit einer Vielzahl von Identifikationsfiguren aufwartet, allen voran der junge Paul, dessen widerwillige Metamorphose vom behüteten Herzogssohn zum Freiheitskämpfer und Religionsstifter besonders jugendliche Leser begeistert. Gleichzeitig fasziniert der Roman aber auch auf anderen Ebenen: als machiavellistisches Intrigenspiel, als mystische Heilsgeschichte, als ein Abgesang auf die Technikgläubigkeit der 40er- und 50er-Jahre, als Ökothriller. Und nicht zuletzt ist es der Planet Arrakis selbst, der dem Roman seinen unsterblichen Platz in der Geschichte der SF sichert — wunderschön und entsetzlich zugleich, so geheimnisvoll und tödlich wie seine Bewohner.

Der Wüstenplanet spielt nicht nur auf mehreren Ebenen, die gesamte Sage wurde von Herbert von vorne herein auch auf mehrere Bände angelegt. Dem Wüstenplanet folgten fünf Fortsetzungen, angefangen mit Der Herr des Wüstenplaneten. –Birgit Will

Dune: Der Wüstenplanet mit Rabatt auf Amazon.de

Preis: EUR 6,99

Angebotspreis: EUR 6,99

3 thoughts on “Dune: Der Wüstenplanet

  1. P. Keller
    14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    ein muß für alle leseratten, unbedingt alle 6 bände lesen, 16. September 2001
    Rezension bezieht sich auf: Dune, der Wüstenplanet (Taschenbuch)
    dieses Buch ist nur der Auftakt zu weiteren 5 Romanen die es ganz gewaltig in sich haben. Der erste Band ist schon super und enthält eine erstaunlich detaillierte darstellung einer futuristischen zivilisation. Wer Zeit hat sollt unbedingt alle bände lesen, denn hier wird diese komplexe welt nocht tiefgründiger dargestellt. Aber zurück zu diesem Buch. Es ist die Geschichte von Paul Atreides der auf Dune dem Wüstenplaneten zum Muaddib dem propheten und retter avanciert. Auch wenn das ganze nur ein geschickt eingefädelter “Betrug” ist, denn die Bene Gesserit haben diesen Kult ins Leben gerufen. Dennoch geht nicht alles so vonstatten wie gedacht. Der ersehnte Kwisatz Haderach, der männliche Bene Gesserit, wird mit Paul zu früh geboren und droht das gesamte imperium in einen heiligen Krieg zu stürzen. wie es ausgeht sollte jeder selber lesen. Wer Star Wars mag wird Dune lieben. Nichtsdestotrotz ist es nicht nur die Geschichte des Propheten sondern auch eine Geschichte der Evolution und der Wunderdroge Melange. Ein fantastisches literarisches Feuerwerk, daß durch seine komplexität überrascht und fasziniert. Ich habe das Buch mit hohen erwartungen gelesen, aber meine kühnsten erwartungen wurden weit übertroffen, somit ein Muß für jeden der eine gute Story mag. Fazit: kaufen, kaufen, kaufen und zwar ALLE SECHS BÄNDE!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 

    War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
    Nein

  2. Ein Kunde
    3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Das Science-Fiction-Gegenstück zum Herrn der Ringe…, 18. Mai 2003
    Rezension bezieht sich auf: Dune, der Wüstenplanet (Taschenbuch)
    …diesen Ruf kann man dem Buch getrost aufdrücken, wird doch auch hier eine Welt konstruiert, die in ihrer Komplexität, ihrer detaillierten Ausarbeitung und ihrer Vielseitigkeit dem genannten Fantasy-Epos in nichts nachsteht. Selbst die Parallele, dass sowohl Herbert als auch Tolkien verschiedene irdische Mythologien als Inspiration verwendet haben, fällt hier auf, wenn man das Buch aufmerksam liest, wird man besonders im religiösen Bereich viele Parallelen zu unserer Welt finden.
    Die Handlung ist zu vielschichtig, um sie innerhalb dieser Rezension zu erfassen, vieles fließt in die Geschichte ein, das Haus Atreides, eines von Drei Hohen Häusern, erhält den Wüstenplaneten von dem Imperator als Lehen und sieht sich flugs darauf spitzfindigsten Kabalen ausgesetzt, die Konkubine des Herzogs dieses Hauses ist eine Bene Gesserit, also Mitglied einer ominösen Sekte, die durch genetische Auslese eine Art Supermenschen heranzüchten will, der in der Lage ist, Raum und Zeit zu kontrollieren. Auf dem Wüstenplaneten wird ein Gewürz angebaut, das schon nach wenigen Einnahmen süchtig macht und dazu befähigt, für kurze Zeit Visionen der Zukunft zu haben, der Handel mit diesem Gewürz ist eines der Themen des Romans, auf dem Wüstenplaneten haust das Volk der Fremen, ein Nomadenvolk, dem eine Schlüsselrolle in den Ereignissen bestimmt ist. Herbert hat hier wirklich eine eigene Welt erschaffen, alle Faktoren wie Herrschaftssystem, Ökologie, Vegetation, Bevölkerung, Religion usw. sind bis ins Detail ausgearbeitet, immer wieder wird die eigentlich Erzählung durch Liedtexte und Buchausschnitte atmosphärisch intensiviert.
    Nach 820 Seiten folgt ein 50-seitiger Apprendix über Arrakis, den Wüstenplaneten.
    Die Handlung des Romans ist vielschichtig und bringt einige unerwartete Wendungen mit sich. Das Buch ist nicht auf ein pompöses Finale ausgerichtet, sondern wirkt gerade durch die chaotischen Handlungsumstürze sehr glaubwürdig und lebensnah, die Anzahl der Charaktere lässt einen staunen, mit welcher Tiefe die meisten von ihnen ausgearbeitet wurden, eine Einteilung in die Bösen und die Guten wie bei anderen großen Epen lässt sich nicht aufstellen.
    Trotzdem ist der Roman nicht perfekt, gerade im Schreibstil des Autors kann man einige Mängel finden. Während die Wüstenszenen; die Melancholie und die rituelle Verwurzeltheit des Nomadenlebens der Fremen sehr atmosphärisch beschrieben sind, sind die Palastszenen und die Beschreibungen der höfischen Intrigen teilweise doch etwas trocken geraten. Auch der Anfang des Romans ist etwas spröde und kommt erst nach 50-100 Seiten in Schwung. Zudem kann man die deutsche Übersetzung nicht unbedingt als liebevoll bezeichnen, einige stilistische Mängel wie beispielsweise die häufige Verwendung des Wörtchens “irgendwie” wirken mit der Zeit störend.
    Trotzdem: Ein großartiges Epos, das ja auch seinerseits eine Revolution des gesamten Science-Fiction-Genres auslöste und vor allem eine Pflichtlektüre für alle, die Literatur in großen Dimensionen mögen.
    Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 

    War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
    Nein

  3. Deval
    3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Ein pseudoreligiöses Werk, 17. Februar 2003
    Rezension bezieht sich auf: Dune, der Wüstenplanet (Taschenbuch)
    Ein Volk, in der Wüste lebend und von einem anderen Volk in der Slaverei unterjocht, wartet auf einen religiösen Führer der es befreit und ihnen das Land in dem Milch und Honig fließt näher bringt. Kennen wir das nicht schon alles?

    Richtig, die ersten 5 Bücher Mose aus der Bibel über das Volk der Israeliten.

    Das der Autor hier abgekupfert hat ist schon fast offensichtlich. Herbert scheut auch nicht davor zurück, dem Leser einen Mix aus fast allen Religionen vorzusetzen. Sei es der Buddhismus, der Islam oder die christliche Religion, der aufmerksame Leser kann hier alles finden. Genau wie oben angeführter Mose, besitzt auch Paul Atreides Fähigkeiten, die kein normaler Mensch sein eigen nennen kann. Mose, der Ägypter, stellt fest, das er aus dem Volk der Israeliten stammt und Paul, der Sohn aus dem Hause Atreides stellt fest, das seine Mutter, und damit auch er, im Prinzip ein Harkonnen ist. Was für ein Zufall.

    Trotz allem ist es ein recht bemerkenswertes Buch. Die Geschichte ist schlüssig erzählt und bietet eine dichte Atmosphäre. Schade ist nur, das, und ich meine damit ausdrücklich nur das Buch DUNE und nicht den kompletten Zyklus, nichts genaueres über den Rest des Universums erzählt wird. Welche Rolle spielt die Erde (gibt es die überhaupt noch), wie ist der allgemeine Stand der Technologie, hat man außerirdische Völker entdeckt? Soweit ich das mitbekommen habe, stammen alle handelnden Personen (Atreiden, Harkonnen, Fremen, Bene Gesserit, Sardaukar, Mentaten und die Gildenangehörigen) von Menschen ab. In dem Kinofilm von David Lynch, kam zwar auch ein Außerirdischer vor, dieser tauchte im Buch aber nicht auf.

    Die Zukunft wird meines Erachtens recht düster beschrieben. Das bekannte Universum wird von einem Imperator und den Hohen Häusern, zusammengefasst im Landsraat, beherrscht. Die Bene Gesserit, eine pseudoreligiöse Vereinigung, greift durch Zuchtprogramme oder -auswahl in das Geschick der dort lebenden Personen ein. Ist diese Gruppe der Überzeugung das eine bestimmte genetische Linie erhalten werden muß, so werden, hopp oder topp, mal eben zwei oder mehrere Häuser genetisch mit einander verbunden. Das sieht dann so aus, das sich die Angehörigen der Bene Gesserit (alles Frauen) schwängern lassen und durch, ja, durch was eigentlich, je nach Wahl Söhne oder Töchter in die Welt setzen. Kein Wunder also, das die Mutter von Paul Atreides nicht weiß, das der Baron Harkonnen ihr Vater ist. Der scheint das aber, welch ein Zufall, auch nicht zu wissen. Sollte durch die willkürlichen Zuchtversuche der Bene Gesserit dann noch der Kwisatz Haderach geboren werden (quasi ein männlicher Bene Gesserit, nur mit noch mehr Fähigkeiten), umso besser. Neben dem Handlungsstrang um Arrakis, ist die Suche nach dem Kwisatz Haderach praktisch ein Nebenschauplatz.

    Auch die Fremen sind ein sehr interessantes Volk. Ihre Art in der Wüste zu leben und zu überleben, ihre religiösen Ansichten sind sehr gut und durchdacht dargestellt worden. Herbert ist mit diesem Roman wirklich etwas außerordentlich gutes gelungen. Für mich ist leider der religiöse Aspekt zu ausufernd gewesen, deshalb auch nur vier Sterne. Ansonsten wundert mich nicht, das dieses Buch mittlerweile als Meilenstein der SF gilt.
    Fazit: lesenswert.

    Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 

    War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
    Nein

Comments are closed.