3 thoughts on “Dir verfallen: Roman (Stark, Band 1)

  1. Annika
    2.0 von 5 Sternen
    Was, Wie oder Worüber muss man schreiben, um Bestseller-Autor zu werden?, 6. Januar 2018
    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Dir verfallen: Roman (Stark, Band 1) (Taschenbuch)
    Die Frage stellte ich mir, nachdem ich anfangs sehr gründlich, später ein wenig oberflächlicher, Seite für Seite, etwa die ersten fünfzig an der Zahl, gelesen hatte. Was mich womöglich erwarten würde, ahnte ich bereits nach dem Lesen des Klappentextes. In der „Ich-Form“ geschrieben, wird der Leser in eine Person hinein transformiert, die auf den Namen Nicole Fairchild, genannt „Nikki“, hört. Knapp achtzig Seiten lang begleiten wir sie auf einer Party, bei deren Beteiligten es sich selbstredend fast ausnahmslos um Millionäre und Promis handelt. Sogar Audrey Hepburn begegnen wir, wenn auch nur aus der Ferne. Um die bekannte Diva kann es sich jedoch nicht handeln, da dieselbe bereits im Jahre 1993 in der Schweiz verstarb. Diversen Fachbegriffen aus der IT-Branche kann man jedenfalls entnehmen, dass die Handlung des Romans in späteren Jahren angesiedelt sein muss.
    Ozeanbrise, Sonnenuntergang, der malerische Ausblick auf den Pazifik aus einer noch mehr bezaubernden Villa am Strand heraus, vermitteln dem Leser eine erste fundamentale Lehre. Nämlich die: Lektion Nummer eins: „Immer einen Pulli dabei haben, wenn man (in Kalifornien) nach Einbruch der Dunkelheit noch draußen sein will…“
    Nikkis Aufzug, dem Zweck ihres Party-Auftritts angemessen, ließen jedoch keinen Pulli zu.
    „Ich umfasse das Balkongeländer und beuge mich vor, fühle mich von der gewaltigen, unerreichbaren Schönheit der untergehenden Sonne wie magisch angezogen. Zu schade, dass ich meine alte Nikon nicht dabei habe, die ich seit Highschool-Zeiten besitze. Aber sie hätte nicht in mein perlen besetztes Abendhandtäschchen gepasst, und eine Riesenkameratasche zu einem kleinen Schwarzen geht nun gar nicht. Aber das ist mein erster Sonnenuntergang am Pazifik, und ich will diesen Moment unbedingt festhalten. Ich zücke mein iPhone und knipse ein Bild…“
    Aha! So also wird man zum Bestseller-Autor. Man muss bereits auf Seite eins zwei weltbekannte Marken-Namen nennen und diese möglichst oft, neben anderen, wiederholen. Ein Schelm, der Böses denkt dabei, Sponsoring für Werbung? Ach nein!
    Doch keine Angst, das Buch bietet einiges an erotischer Kurzweil. Zumindest für den oder die, der oder die das Genre mag, dem es zugehört. Vielleicht mehr für Frauen, die, will man den Statistiken glauben, wenigstens bei Fifty Shades of Grey, zwei Jahre davor erschienen, den größeren Teil der Leserschaft (beim Film des Publikums) stellten. Warum wohl? Fragen Sie die Frauen… Dem einen oder anderen Leser mag wohl während einer Reihe von Episoden ein Ständer wachsen. Die eine oder andere Leserin behält sicher ihre Finger nicht unter Kontrolle, wenn sie sich beim Lesen vorstellt, in einer Stretch-Limousine auf roten Sitzen von feinstem Safran-Leder telefonisch zu einer über mehrere Seiten hinweg, zwanzig sind es am Ende, anhaltenden Selbstbefriedigung verführt zu werden. Und das von einem Multimillionär! Wow! Allein Bestseller? Flüssig zu lesen. Es fällt nicht auf, wenn man eine Seite überblättert. Die Sprache, mittelmäßig. Wortwiederholungen, dreimal „und“ in einem Satz, ohne dass ein bestimmtes stilistisches Mittel erkennbar wird. „Ist“ an Textstellen, an denen man gut ein passendes Verb hätte verwenden können. Hilfsverben nur dort, wo sie nicht zu vermeiden sind. Das lernten wir bereits in der Oberstufe. Bestseller lesen sich für mich anders. Doch so verhält sich das eben: Einer, den man für kompetent hält, muss sagen: „Das ist ein Bestseller!“ Dazu ein (vielleicht von Werbe-Sponsoren bereit gestelltes) Werbebudget, das dem Literatur interessierten suggeriert: wenn Du dieses Buch (oder die Bücher von Kenner) nicht gelesen hast, dann darfst Du nicht von Dir behaupten, ein Literatur-Kenner zu sein…!“ Vielleicht ist ja auch nur die deutsche Übersetzung grottenschlecht…
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  2. JeBi
    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    1.0 von 5 Sternen
    Naja…, 18. März 2014
    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Dir verfallen: Roman (Stark, Band 1) (Taschenbuch)
    …ich habe die “SoG” Trilogie geliebt; dann kam “Crossfire” wo ich den 1. und 2. klasse fand und den 3. nur noch schlecht. Nun wollte ich gern eine weitere Reihe aus diesem Genre lesen und hab mich für “Dir verfallen” entschieden und ich hab es mittlerweile bereut.

    Ich werde diese Reihe definitiv nicht weiterlesen, da es ein billiger Abklatsch von “SoG” ist.

    Das ist meine Meinung zu diesen Buch!

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  3. Anonymous
    1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    1.0 von 5 Sternen
    Frustrierte Autorin mit klischeehaftem Denken?, 6. Oktober 2015
    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Leider zieht es sich wie ein roter Faden durch die ganze Reihe und auch durch die anderen Bücher der Autorin, dass sich die Autorin nicht ausreichend mit dem Thema SM/BDSM auseinandergesetzt hat und den Lesern ein absolut klischeehaftes und falsches Bild zu diesem Thema rüberbringen möchte. Fiktive Charaktere sind eine Sache, aber realitäsfremde Handlungen eine andere! Wenn man das Thema in seinen Büchern einbringen möchte, dann sollte man sich ausreichend mit dem Thema auseinandersetzen – leider hat die Autorin das in all’ ihren anderen Büchern, auch außerhalb dieser Reihe, nicht verstanden. Da ist noch nicht einmal ein realer Hauch von BDSM in den Büchern der Autorin, sondern ein klischeehaftes und unrealistisches Denken.
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