2 thoughts on “Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry: Roman (Hochkaräter)

  1. Amazon-Kunde
    4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    interessantes Buch, das mich ratlos zurückläßt, 16. Februar 2018
    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Harold Fry. Die Geschichte von einem ganz normalen Mann, der einen Brief von seiner ehemaligen Kollegin, die in einem Hospiz liegt und an Krebs erkrankt ist. Er setzt sich hin, schreibt ihr einen Brief mit dem üblichen Blabla und will den Brief in den nächsten Postkasten werfen. Unterwegs denkt er nach und macht sich auf den Weg zu ihr, zu Fuß ohne Ausrüstung. Das ist er ihr schuldig. Er läuft einmal quer durch England und lernt dabei viel über sich, das Leben,die Menschen. Menschen die er trifft, manche nur ein paar Minuten werden zu wichtigen Protagonisten im Buch, Menschen die ihn bewegen. Je weiter Harold wandert, desto mehr kommt seine Persönlichkeit zum Vorschein, die gar nicht mehr so langweilig und spießig ist. Auch das Verhältnis zu seiner Frau wird intensiver je näher er seinem Ziel kommt.
    Das Buch ist melancholisch, auch fröhlich und skurril, aber es läßt mich auch ratlos zurück.
    Seltsames Buch, aber sehr lesenswert.
  2. Eva
    8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Nachdenken!, 30. August 2012
    Von 
    Eva (Deutschland) – Alle meine Rezensionen ansehen
    (REAL NAME)
      

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Ein wunderbares Buch, das mich, jenseits der 50, sehr zum nachdenken gebracht hat. Wie schnell frisst einen der Alltag auf, wie schnell wird aus einer großen Liebe ein müdes Nebeneinander, wie sprachlos kann man werden, wenn größte Verletzungen nicht aufgearbeitet sind!
    Als Harold Fry seine Pilgerreise begann, war er wortkarg doch schnell erzählte er jedem, der ihm über den Weg lief, seine Geschichte und hat so wieder gelernt, sich auszudrücken, was letzten Endes auch zum glücklichen Ende führte.
    Schade fand ich nur, dass er sich nicht schneller von den Mitpilgern, die auf Profit und Publicity aus waren, gelöst hat. Großartig wurde auch Maureen und ihre Wandlung dargestellt. Wie sie dem Wahnsinn nahe mit ihrem toten Sohn kommuniziert und sich von der Außenwelt abschottet, durch das “Verlassen sein” sich aber öffnet und Veränderungen zulässt.
    Sehr locker und leicht zu lesen und obwohl ich Groß Britannien bisher nicht kenne, konnte ich mir das Kleinstadt-Milieu, die steifen und wortkargen Personen, die Rituale der einzelnen Menschen sehr gut vorstellen. Es war, als sei ich ein Stück mit Harold gegangen.

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