2 thoughts on “Die Tiefe der Zeit: Roman

  1. Anonymous
    13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Schnitzeljagd durchs All, 26. Mai 2018
    Von 
    Nathalie Verena Ulrich

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Die Tiefe der Zeit: Roman (Broschiert)
    Brandhorst ist ein toller Autor und ich bin ein Fan von ihm. Er ist wohl einer der kreativsten Weltenerfinder/bauer im deutschsprachigen Raum. Hier hat er sich ein kaltes feindseliges Universum voller Unterdrückung und Krieg einfallen lassen. Von Anfang an empfand ich keinerlei Sympathie mit dieser vollkommen aggressiv-egoistischen “Menschheit”, zu der wir realistischerweise leider absolut werden könnten – überhaupt kann man in meinen Augen die Menschheit derzeit gar nicht negativ genug zeichnen. Es gibt positive Ausnahmen in diesem Universum, die gibt es meistens, aber sie sind an einer Hand abzählbar. Drei dieser Ausnahmen sind Prizilla, Jarl und Coridian. In der Inhaltsangabe liest es sich, als ob Jarl die Hauptfigur des Romans wäre, das ist er aber nicht. Für mich sind einige Abschnitte mit ihm sogar, die sich wie eine Abenteuergeschichte lesen, die zähesten. Die eigentlichen Hauptfiguren sind Prizilla, eine “ehrenwerte Mutter” und noch mehr, und der loyale Offizier Coridian. Jarl wird im Laufe der Geschichte immer wichtiger, im Endeffekt tat er mir mit seinem gesamten Lebensverlauf sehr leid. Es gibt eine Frau namens Nadala, die für mich zu vernachlässigt wird, die mehr hergegeben hätte.
    Die Gesellschaft – der so genannte Pakt – ist auf einem ungesunden Mutterkult aufgebaut (nein, das ist kein Matriarchat), Mütter (“Ehrenwerte”) haben einen hohen Status, denn die militarisierte Gesellschaft braucht SoldatInnen. Was für Kreise das zieht, entwickelt sich zur Perversion. Der Krieg durchzieht alles, ohne ihn wäre der “Pakt” nichts, er würde wohl zerbrechen. Die Menschen sind allesamt auf die eine oder andere Weise optimiert, verfügen beispielsweise über eine sehr verlängerte Lebenserwartung, so lange sie nicht im Krieg fallen. Es gibt allerdings einige BürgerInnen bzw. BewohnerInnen des Pakts, die sich diesem Wahnsinn zu entziehen veruchen, sie werden fast zynisch Hedonier genannt und ihr Anliegen gelingt ihnen denkbar schlecht.
    Am Ende der Schnitzeljagd gibt es zwei Überraschungen und von mir eine Empfehlung.

    Persönliche Anmerkung: Ich halte absolut nichts von zweizeiligen nichtssagenden “Rezensionen”, die so wirken, als würden sie nur aus Gefälligkeit geschrieben, um den Roman zu pushen. So eine “Hilfe” hat Brandhorst nicht nötig.

  2. Anonymous
    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Wieder ein gutes Sci-Fi-Buch von Andreas Brandhorst. Bitte mehr davon!, 1. Juni 2018
    Von 
    E. Goller

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Die Tiefe der Zeit: Roman (Broschiert)
    Die “Tiefe der Zeit” ist ein wirklich gutes Buch. Hier wird das Thema Zeitreisen zwar eher am Rande behandelt, bildet jedoch den Rahmen für die Handlung. Es geht um einen Konflikt mit außergalaktischen Invasoren sowie um die Frage, warum die Menschheit fast ausgerottet ist? Und was haben quasi Cyborgs damit zu tun?

    Das Geschichte beginnt erst langsam, teilweise etwas zäh. Ab ca. der Mitte des Buches wird in einer kurzen Passage erstmalig ein Teil der Vorgeschichte erzählt, welche es dem Leser nun erleichtert, das Nachfolgende besser zu verstehen. Wenn man von der längeren Einleitung absieht, ist es eine gute Geschichte, welche Bezug nimmt auf das Multiversum und die darin vorkommenden anderen Charaktere von Brandhorsts sonstigen Büchern. Wer also seine Bücher angefangen vom “Kantaki-Zyklus” über “Kinder der Ewigkeit” bis hin zu “Omni” mag, der wird auch hier nicht enttäuscht werden.

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