Die Stadt der träumenden Bücher: Ein Roman aus Zamonien

By | March 26, 2017
Die Stadt der träumenden Bücher: Ein Roman aus Zamonien

Die Stadt der träumenden Bücher: Ein Roman aus ZamonienFalls Sie sich schon einmal gefragt haben, womit sich Walter Moers, Schöpfer von ”Das kleine Arschloch” und ”Käpt’n Blaubär” in seiner knapp bemessenen Freizeit beschäftigt: Er übersetzt zamonische Literatur ins Deutsche. Soeben erschienen ist Die Stadt der Träumenden Bücher, ein autobiographisches Werk des legendären Hildegunst von Mythenmetz, dessen ”Mythenmetzsche Abschweifung” bereits in Ensel und Krete viele Leser an den Rand des Wahnsinns getrieben hat — und darüber hinaus.

Hildegunst ist als junge Großechse auf der uneinnehmbaren Lindwurmfeste aufgewachsen, einem Ort, an dem jeder davon träumt, einmal ein ganz großer Schriftsteller zu werden und zu diesem Zweck von den Eltern mit einem ”Dichtpaten” ausgestattet wird. Hildegunsts Abenteuer nimmt seinen Anfang, als sein Dichtpate Danzelot von Silbendrechsler das Zeitliche segnet und ihm ein Manuskript hinterlässt, das es in sich hat: Nur zehn Seiten umfasst es, aber es ruft beim Leser eine Vielzahl stärkster Empfindungen hervor wie kein anderer Text der zamonischen Literaturgeschichte.

Leider kennt Hildegunst den Namen des Autors nicht, denn Danzelot hatte die Erzählung von einem angehenden Schriftsteller erhalten und diesem empfohlen, sein Glück in der Bücherstadt Buchhaim zu versuchen. Und so macht sich Hildegunst auf den Weg in die Stadt der Träumenden Bücher, wo an jeder Straßenecke finstere Antiquariate auf Kunden lauern, magisch begabte Buchimisten ihr Unwesen treiben und auch sonst zahllose Gefahren die dem ahnungslosen Bücherliebhaber drohen …

Um es gleich zu sagen: Moers’ Übersetzung aus dem Zamonischen ist vorzüglich gelungen. Mit großer Sprachgewalt beschwört er die exotische Bücherstadt mit all ihren merkwürdigen Lebensformen herauf. Ob gepanzerte Bücherjäger, Nebelheimer Trompaunenkonzerte oder Katakomben voller Erstausgaben und ”Gefährlicher Bücher” — das vorliegende Werk ist eine Großtat der Völkerverständigung. Nicht nur die gekonnt ins Deutsche gerettete Makrostruktur des Buches und die zahllosen Illustrationen legen Zeugnis ab von Moers’ Kunst, auch im Detail hat er Herausragendes geleistet. Überaus staunenswert sind vor allem die herrlichen Alliterationen in Sätzen wie ”Eine Weile lauschte ich den beängstigenden Lauten der Labyrinthe …” — man kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Die Stadt der Träumenden Bücher ist ein Roman, der auch in Buchhaim für größtes Aufsehen sorgen würde, und das will etwas heißen! –Hannes Riffel

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2 thoughts on “Die Stadt der träumenden Bücher: Ein Roman aus Zamonien

  1. Rocket
    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Ein traumhaftes Buch! Literatur auf höchstem Niveau!, 8. März 2017
    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Ich kenne keine Liebeserklärung an die Literatur, die auch nur ansatzweise an diese Buch herankommen würde.
    Viel deutlicher, viel intensiver, viel überzeugender kann man die Liebe zu Büchern nicht ausdrücken. Dies Buch animiert dazu, sofort alle Bücher dieser Welt in sich aufsaugen zu wollen.

    Ach ja – die Handlung des Buches: Ein bibliophile Dinosaurier geht in die Stadt der Bücher, nach Buchhaim und erlebt allerlei illustre Abendteuer. Dies ist soweit der Rahmen.

    Was dieses Buch aber so fantastisch macht, sind die vielen unglaublich kreativen Einfälle (der Friedhof der vergessenen Dichter, das Labyrinth, die Bücherbahn der rostigen Gnome, …). Ein Feuerwerk grandioser Ideen und immer wieder die uneigeschränkte Liebe der mitspielenden Figuren zur Literatur.

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  2. Cheswick
    5.0 von 5 Sternen
    ????, 17. März 2017
    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Die Stadt der träumenden Bücher: Ein Roman aus Zamonien (Taschenbuch)
    Meine Güte was war ich am Ende in dieses Buch verliebt
    Am Anfang war ich von dem Schreibstil etwas “abgeschreckt”, wollte dann aber doch weiter lesen und ES HAT SICH GELOHNT
    Das Buch macht super Spaß, ich habe viel geschmunzelt. Emotional, meines empfinden nach, auf einem super Niveau.

    Aber man muss den Schreibstil mögen. Man kennt das ja

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