Die Oleanderfrauen: Roman

By | August 5, 2019
Die Oleanderfrauen: Roman

Was, wenn die Liebe alle Schranken durchbricht?

Hamburg 1936. Die junge Sophie Terhoven, Tochter eines einflussreichen Kaffeebarons, genießt ihr komfortables Leben. Hannes Kröger, der Sohn der Köchin, ist ihr von Kindheit an Freund und Vertrauter. Irgendwann verändern sich ihre Gefühle füreinander, und plötzlich wird ihnen klar, dass sie sich ineinander verliebt haben. Doch Reich und Arm gehören nicht zusammen, und ein dunkles Geheimnis ihrer Eltern, von dem sie bisher nichts wussten, scheint ihre Liebe unmöglich zu machen.

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3 thoughts on “Die Oleanderfrauen: Roman

  1. Anonymous
    15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Fesselnde Familiengeschichte, 8. Februar 2018
    Von 
    Connys Bücherwelt (Dresden)

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Die Oleanderfrauen: Roman (Kindle Ausgabe)
    “Wir sind die Oleanderfrauen, für die die süße Liebe auch immer viel Bitternis bringt.” (S. 379)

    Hamburg, 2016: Beim Ausräumen des Hauses ihrer Mutter entdeckt die 73jährige Johanna Martens einen alten Pappkoffer – darin Babysachen, ein silbernes Medaillon sowie das Tagebuch von Sophie Terhoven, der Tochter eines einflussreichen Kaffeebarons, die einst in Hamburg um Liebe und Glück kämpfte. Johanna ist schnell von Sophies Schicksal fasziniert und mit Hilfe der jungen Cafébesitzerin Jule Weisbach fördert sie lang gehütete Familiengeheimnisse ans Tageslicht.

    “Die Oleanderfrauen” stammt aus der Feder von Teresa Simon, deren Romane ich immer wieder gern lese. Von “Die Holunderschwestern” war ich bereits begeistert und auch “Die Oleanderfrauen” haben mir viele spannende und unterhaltsame Lesestunden beschert.

    Die Geschichte rund um Jule, Johanna und Sophie hat mich schnell in den Bann gezogen und ich konnte das Buch bald nicht mehr aus der Hand legen. Durch den ausgesprochen flüssigen Schreibstil fliegen die Seiten nur so dahin. Das Ganze spielt abwechselnd auf zwei Zeitebenen, die gekonnt miteinander verknüpft sind: in der Gegenwart von 2016 und in der Vergangenheit zwischen 1936 und 1943. Wir lernen dabei interessante Dinge über Kaffee und erleben hautnah die Schrecken des 2. Weltkriegs und des Dritten Reiches mit: Not und Entbehrungen, Bomben und Feuer über Hamburg sowie die Diskriminierung von Juden und Homosexuellen.

    Die Figuren sind allesamt sehr authentisch und gut gezeichnet. Besonders mit Jule fühlte ich mich auf Anhieb verbunden. So wie ich stammt sie auch aus dem Erzgebirge. Obendrein lebt sie noch in meiner deutschen Lieblingsstadt Hamburg, wo ich schon oft zu Gast war. Daher fühlte mich beim Lesen sofort heimisch. Jule ist dazu noch ein richtiger Pechvogel – aber ein liebenswerter. Eine “Jule ohne Plan” laut eigener Aussage, aber die Begegnung mit Johanna und Sophies Tagesbücher werden ihr Leben bald zum Positiven verändern. Und von den leckeren Torten, die sie backt, hätte ich auch gern mal ein Stück gekostet.

    Sophie fand ich ebenfalls sehr sympathisch und ihr Schicksal hat mich tief berührt. Als wohlhabende Kaufmannstochter wirkt sie zunächst noch recht naiv und verwöhnt. Doch dann verliebt sie sich in Hannes, den Sohn der Köchin – mit dramatischen Folgen. Wie alle Terhovens der weiblichen Linie muss auch Sophie bald erfahren, dass süße Liebe immer mit Bitternis und Schmerz einhergeht. Sie entwickelt sich im Laufe der Handlung zu einer bewundernswert starken und selbstbewussten jungen (Oleander) Frau. Und getreu dem Leitspruch der Terhovens “Dum spiro spero – Solange ich atme, hoffe ich” kämpft sie in schweren Zeiten um ihr Glück. Ich habe durchweg mit Hannes, Sophie und ihrem besten Freund Malte mitgehofft und mitgebangt. Denn ihnen steht ein mächtigen Feind gegenüber: Obersturmbannführer Moers, der einen richtig widerlichen Charakter darstellt.

    Nach und nach erfahren wir mehr. Geheimnisse offenbaren sich und überraschende Verbindungen zwischen den einzelnen Familien treten zutage. Die jeweiligen Stammbäume habe ich mir gleich mit aufgezeichnet, das erleichterte den Überblick. Einige Zusammenhänge konnte ich dann zwar schon erahnen, dennoch hat mich die Geschichte bis zum Schluss gefesselt. Ein hoffnungsvoller Epilog rundet die Geschichte schließlich gelungen ab, wobei sich hier vielleicht alles etwas zu glücklich fügt. Interessant ist dann noch das historische Nachwort der Autorin und die abgedruckten Rezepte laden sofort zum Nachbacken ein.

    Insgesamt kann ich daher “Die Oleanderfrauen” uneingeschränkt empfehlen. Kaffee, Kuchen und viele Geheimnisse im Hamburg – eine fesselnde Familiengeschichte über mehrere Zeiten hinweg, für die ich 5 Sterne vergebe.

  2. Anonymous
    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Vielseitiger, spannender Generationenroman, 7. April 2019
    Von 
    Circlestones Books Blog

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Die Oleanderfrauen: Roman (Taschenbuch)
    „Auf der linken Seite des Medaillons steckte das vergilbte Schwarzweißfoto eines jungen Mannes, der verschmitzt in die Kamera lächelte, auf der rechten Seite eine getrocknete zartrosa Blüte.“

    Inhalt:
    Jule Weisbach hat Geschichte und Germanistik studiert, das Studium jedoch nicht beendet. Stattdessen hat sie ihr Café Strandperlchen eröffnet, das sie inzwischen mit viel Liebe zu hervorragenden Kaffeequalitäten und dem Fachwissen einer Barista führt. Zusätzlich recherchiert sie als Auftragsarbeit Familiengeschichten und schreibt diese auch nieder. Auch Johanna Martens, 73 Jahre alt, hat dieses gemütliche Café entdeckt und als sie auf dem Dachboden ihrer verstorbenen Mutter einen kleinen Koffer mit einem Tagebuch findet, welches eine Sophie Terhoven ab 1936 geführt hat, ersucht sie Jule um Unterstützung. Beide Frauen sind von Sophies Tagebuch tief beeindruckt und beginnen mit Nachforschungen.

    Thema und Genre:
    Dieser Generationenroman hat das Leben in Hamburg zur Zeit des zweiten Weltkrieges zum Thema. Gesellschaftliche Normen, Familie und Freundschaft spielen eine wichtige Rolle.

    Charaktere:
    Im Mittelpunkt dieses Romans stehen zwei Frauen, die ihre Entscheidungen selbst treffen und dazu stehen. Die junge Sophie, Tochter aus einer begüterten Kaffeedynastie, verliebt sich 1936 in ihren Kindheitsfreund, den Sohn der Köchin und kämpft um ihre Liebe. Jule droht eine gewaltige Mieterhöhung für ihr „Strandperlchen“, dazu kommen ihre Selbstzweifel, geschürt durch ihre kritische Mutter. Doch Aufgeben kommt für Jule nicht in Frage. Mit Johanna versteht sie sich trotz des Altersunterschiedes sofort, nicht nur wegen der gemeinsamen Recherchen im Zusammenhang mit dem Tagebuch.

    Handlung und Schreibstil:
    Der Roman spielt in Hamburg und die Ereignisse finden auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen statt. Sophies Geschichte beginnt im Jahr 1936 und ist in Form von Tagebucheinträgen teilweise ich der „Ich-Form“ geschrieben, doch werden die ergänzenden Ereignisse in der 3. Person erzählt, sodass der Leser auch Hintergründe erfährt, die Sophie im Moment ihrer Tagebuchaufzeichnungen noch nicht wissen konnte. Der zweite Handlungsstrang spielt in der Gegenwart, Hamburg 2016, und hier stehen Jule und Johanna im Mittelpunkt.
    Die Sprache erzählt fließend, interessante Schilderungen ergänzen die gekonnt geknüpfte Handlungsstruktur.

    Fazit:
    Sein sehr gut recherchierter Roman, der das Leben in Hamburg in den Kriegsjahren lebendig werden lässt. Es macht Spaß, beim Lesen zu erleben, wie sich die beiden Handlungsstränge durch überraschende Wendungen annähern. Spannende Unterhaltungslektüre auf hohem Niveau.

  3. Anonymous
    6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Achtung: Soggefahr, 21. Februar 2018
    Von 
    F., Klaus

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Die Oleanderfrauen: Roman (Taschenbuch)
    „Die Oleanderfrauen“ sind ein Roman mit echter Sogwirkung: einmal angefangen, mag man ihn nicht mehr aus der Hand legen, mag keine Hausarbeit mehr machen, nicht mehr putzen, kochen oder essen – sogar das Schlafen verschiebt sich immer weiter nach hinten. Ich fand die Geschichte der Hamburger Kaffeedynastie Terhoven spannend, gefühlvoll und absolut mitreißend erzählt – und voller Historie.

    So hätte unser Geschichtsunterricht zu Schulzeiten sein sollen!

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