Die Luwier und der Trojanische Krieg: Eine Entdeckungsgeschichte

By | November 11, 2017
Die Luwier und der Trojanische Krieg: Eine Entdeckungsgeschichte

Eine Entdeckungsgeschichte
Buch mit Kunststoff-Einband
Vor 3200 Jahren zerstörten mysteriöse Seevölker die Länder am Mittelmeer ? ein blutiges Inferno und eine zivilisatorische Katastrophe gigantischen Ausmaßes. Lange rätselte man, wer diese Angreifer gewesen sind. Doch dann taucht unerwartet eine fast dreißig Meter lange Inschrift von 1190 v. Chr. auf, in der die Überfälle, die Namen der Anführer, ihre Motive und Ziele geschildert werden.
Das Buch über ein rätselhaftes Volk, das zu einer großen Macht werden sollte und über die nicht minder dramatische Geschichte seiner Entdecker.
Seit Generationen rätseln Archäologen über den Kultureinbruch ungeheuren Ausmaßes, der um 1200 v. Chr. die politische und kulturelle Landkarte des Mittelmeerraums grundlegend veränderte. Die griechischen Geschichtsschreiber sollen später schlicht vom “Trojanischen Krieg” sprechen. Doch ging es in Wirklichkeit um viel mehr als nur um Troja ? es ging um die Frage: Wer regiert die Welt?
Die spektakuläre Wiederentdeckung einer Inschrift wirft nun endlich Licht ins Dunkel. Verfasst in luwischen Hieroglyphen und fast dreißig Meter lang, erklärt sie die Ereignisse am Ende der Bronzezeit im östlichen Mittelmeerraum und unterstreicht die zentrale Rolle der Luwier in diesem Geschehen. Eines der größten Rätsel der Archäologie nähert sich seiner Lösung.
Einzelne mutige Gelehrte und Privatforscher sind seit langem überzeugt, dass es auf der Ostseite der Ägäis einen ganzen Kulturkreis gab, den die Forschung bislang übersehen hat. Die Luwier. Doch ihre Forschungen werden lange ignoriert und behindert, ihre Reputation massiv beschädigt. Niemand stimmt ihnen zu ? weder auf europäischer noch auf türkischer Seite. Bis heute herrscht so der Eindruck vor, im Westen der Türkei sei rund tausend Jahre lang nichts Bemerkenswertes geschehen. Doch diese Sichtweise wird sich nun ändern.

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3 thoughts on “Die Luwier und der Trojanische Krieg: Eine Entdeckungsgeschichte

  1. Frank
    4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Dieses Buch ist viel mehr als ein weiteres Geschichtsbuch,, 1. November 2017
    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Die Luwier und der Trojanische Krieg: Eine Entdeckungsgeschichte (Gebundene Ausgabe)
    es sind drei Bücher in einem. Zangger gibt dem interessierten Laien einen zumeist gut verständlichen Einblick in historische, regionale und kulturelle Zusammenhänge der Bronzezeit in Kleinasien. Das ist lesenswert und kurzweilig und „vervollständigt“ und ordnet Bekanntes und Unbekanntes.
    Ein großes Verdienst Zanggers ist es aus meiner Sicht, dass er die Arbeit von zu Lebzeiten wenig beachtetet und offen bekämpften Protagonisten der Archäologie und Linguistik würdigt. Vielleicht wird diesen damit zumindest postum der nötige Respekt entgegengebracht.

    In erster Linie stellt diese Buch aber ein großes Fragezeichen in den Raum: „Was ist, was kann und was darf Wissenschaft und welchen Anspruch haben Wissenschaftler an ihr eigenes Tun?“ Gerade in Zeiten einer „FakeNews“-Debatte oder dem Science March muss man sich fragen, wie geistig unabhängig Wissenschaft eigentlich ist und ob sie ihren eigenen Ansprüchen und denen, die sie an andere stellt (Science March), gerecht wird und werden kann.
    Das gilt nicht nur für die Archäologie und ist dort – mit Verlaub – vielleicht auch weniger systemrelevant als in einigen Sozial- und Naturwissenschaften.
    Ein empfehlenswertes Buch, gerade vielleicht für angehende Akademiker aller Fachrichtungen.

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  2. Nano
    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Des Rätsels Lösung?, 5. November 2017
    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Die Luwier und der Trojanische Krieg: Eine Entdeckungsgeschichte (Gebundene Ausgabe)
    Endlich mal wieder ein Buch von Eberhard Zangger, nachdem es jahrelang ruhig um ihn war. Das Buch “Die Luwier und der Trojanische Krieg” ist sehr spannend geschrieben und seit langem wieder ein Buch, das ich in einem Rutsch durchgelesen habe. Zangger versucht einen Beitrag zur Lösung des Rätsels zum abrupten Untergang der bronzezeitlichen Hochkulturen um 1200 v. Chr. zu liefern. Er beschreibt darin die Rolle der wenig bekannten Luwier und macht am Ende wenig bekannte bzw. beachtete Literaturquellen publik. Die originalen Steinquader und Bronzetafeln gingen anscheinend verloren, die Steinquader wurden in einer Moschee verbaut und über den Verbleib der Bronzetafeln erfährt man wenig im Buch. Am Ende schliesst das Buch etwas überhastet, daher nur 4 von 5 Sternen. Ein Ausblick über die nächsten Schritte hätte das Buch gut abgerundet.
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  3. Hiltibold
    6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Die Luwierforschung – spannend und intrigenreich, 25. Oktober 2017
    Rezension bezieht sich auf: Die Luwier und der Trojanische Krieg: Eine Entdeckungsgeschichte (Gebundene Ausgabe)
    Von den alten Römern, Griechen, Ägyptern und Babyloniern haben die meisten ‘Bildungsbürger’ schon einmal etwas gehört oder gelesen. Aber wer bitteschön, sind denn die Luwier?
    Diese Frage bildet sozusagen das Rahmenwerk für die jüngste Publikation des deutschen Geoarchäologen Eberhard Zangger. In “Die Luwier und der Trojanische Krieg” geht er der Frage nach der geschichtlichen Bedeutung dieses Volks auf den Grund, das ca. ab 2300 v. Chr. nach West-Kleinasien einwanderte, eine indoeuropäische Sprache verwendete und wahrscheinlich in der ausgehenden Bronzezeit maßgeblich am Niedergang der heute ungleich bekannteren Hethiter beteiligt war. Mehr noch, hinter den Luwiern dürften sich außerdem die mysteriösen “Seevölker” verbergen, denen die Forschung eine Mitschuld am plötzlichen Untergang weiterer Hochkulturen bzw. Staatengebilde um 1200 v. Chr. gibt. Und auch die Einwohner der legendären Stadt Troja waren wohl luwischer Herkunft. Überhaupt hinterließen die Angehörigen dieses Volks in großen Teilen des östlichen Mittelmeerraums unverkennbare kulturelle Spuren, sodass es erklärungsbedürftig ist, warum die Forschung von ihnen lange Zeit keine rechte Notiz nahm oder zumindest ihre Bedeutung weit unterschätzte. Der Buchautor hat dafür durchaus plausibel klingende Antworten gefunden.

    Die hier nachgezeichnete Geschichte der Luwier – unter besonderer Berücksichtigung der luwischen Hieroglyphenschrift – wurde eng mit den Biographien ihrer bedeutendsten Erforscher verknüpft, welche auffällig oft eine Gemeinsamkeit aufweisen: Sie stießen in den Netzwerken der arrivierten Wissenschaft an allen Ecken und Enden auf Gegenwind. Selbst wenn sich die von ihnen zutage geförderten Erkenntnisse als bedeutend herausstellten, versagte man ihnen nicht selten die akademische Anerkennung. Dass sich daran bis heute kaum etwas geändert hat, musste der Buchautor Eberhard Zangger am eigenen Leib erfahren. Solange er sich als Geoarchäologe in Griechenland und Kreta betätigte, lief seine Karriere wie am Schnürchen. Das änderte sich jedoch schlagartig, als er begann, das bronzezeitliche Kleinasien und Troja unter die Lupe zu nehmen.

    Dieses Buch ist viel mehr als nur der x-te Aufguss des ‘Troja-Rätsels’ – das übrigens, anders als der Buchtitel vielleicht suggeriert, ohnehin nicht im Zentrum der Betrachtungen steht. Nein, vielmehr zeichnet Eberhard Zangger anhand mehrerer Forscherschicksale – inklusive seines eigenen – auch ein Sittenbild des Wissenschaftsbetriebes. Eitelkeiten und Missgunst scheinen weit verbreitet Charaktereigenschaften in diesen Kreisen zu sein. Querdenker schweigen häufig aus Karriereangst – oder werden anderenfalls gezielt verleumdet, um ihnen die berufliche und wirtschaftliche Existenz für weitere Forschungsarbeiten zu entziehen. Nicht der, mit den besseren Argumenten behält die Oberhand, sondern jener, mit den besseren Beziehungen.
    Äußerst anschaulich wird das anhand einer Begebenheit illustriert, die sich Ende der 1990er zutrug; der Buchautor hatte damals vor, mittels Hubschrauber – also nichtinvasiv (!) – die Landschaft rund um die Troja-Ruinen geoarchäologisch zu untersuchen. Die private Finanzierung war bereits sichergestellt, ebenso wie die Zustimmung der türkischen Behörden. Doch kurz vor Start der Unternehmung, die wissenschaftlich wertvolle Daten hätte erbringen können, erfuhr der damalige deutsche Grabungsleiter Trojas davon. Wie vom wilden Affen gebissen setzte er Himmel und Hölle in Bewegung, um die Forschung seines als lästig empfundenen ‘Konkurrenten’ zu unterbinden. Leider mit Erfolg. Dieser mittlerweile verstorbene Ausgräber, der sich über Jahrzehnte als engstirniger Oberintrigant geriert hat, wird freilich bis heute von einem Häufchen seiner in die Jahre gekommenen Groupies beweihräuchert.
    Übrigens, in diesem Zusammenhang absolut zu empfehlen ist auch das vom Althistoriker Frank Kolb verfasste Buch “Tatort Troja”.

    Fazit: Sehr geschickt und kurzweilig verwebt der Autor Forschungsergebnisse mit Forscherbiographien. Angereichert wird das alles mit einer großen Portion farbig geschilderten Intrigantentums aus der Troja- bzw. Luwier-Forschung. Ein rundum gelungenes Buch, das am Ende noch mit einer kleinen Sensation aufwartet: Nämlich der erstmaligen Veröffentlichung eines lange Zeit verschollen geglaubten luwischen Hieroglyphentextes, der die extremen politischen und gesellschaftlichen Verwerfungen am Ende der Bronzezeit – welche schließlich ins “Dunkle Zeitalter” führten – in einem z.T. völlig neuen Licht erscheinen lässt!


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