Der Tod kann mich nicht mehr überraschen: Roman

By | July 26, 2018
Der Tod kann mich nicht mehr überraschen: Roman

Marvin liegt in sündhaft heißem Badewasser und übt das Sterben, indem er einfach den Atem anhält. Doch während er längst wie ein bleiches Sirenenopfer dahintreiben könnte, rekeln sich Frau und Tochter im Wohnzimmer auf dem Sofa. Gestorben wird wohl allein.

Eine schlechte Diagnose hat Marvin Abel aus seinem erfolgreichen Leben gerissen. Nun lässt er ihn nicht mehr los, der Gedanke an den Tod, den er bisher so erfolgreich verdrängte. Wäre er doch niemals wegen dieser Kopfschmerzen zum Arzt gegangen, dann hätte sein Leben so rosarot weitergehen können. Oder?
Bepackt mit neuer Unterwäsche und einer viel zu prall gefüllten Reisetasche, begibt er sich ins Krankenhaus, um sein Leben zu retten. Auf seinem Zimmer knipst er als Erstes ein Handyfoto von dem Schnarchsack im Nebenbett – und eins von sich selbst, zur Erinnerung an seine noch immer dichte Haarpracht vor der Chemotherapie.
Marvin will kämpfen. Schließlich hat er das Leben fest im Griff und bisher noch keinen Kampf verloren. Bald steht der erste Besucher vor Marvins Bett: Basti, sein kleiner Bruder. Der bringt nicht nur einen Supermarkt-Blumenstrauß mit, sondern auch eine schockierende Bitte. Und er bleibt nicht der Einzige, der Marvin haarsträubende Überraschungen bereitet. Marvin traut seinem eigenen Leben nicht mehr – und möglicherweise ist er auch neidisch auf die Enten im Park.
Wo ist seine heile Welt geblieben? War es am Ende nichts weiter als ein Traum von Gestern und Morgen? Und wie, verdammt noch mal, lässt man das los?

“Ich habe noch kein Buch zum Thema ›sterben‹ gelsen, welches derart … wertfrei geschrieben wurde, ohne dabei peinlich oder respektlos zu sein.” [Buchimpressionen]Marvin liegt in sündhaft heißem Badewasser und übt das Sterben, indem er einfach den Atem anhält. Doch während er längst wie ein bleiches Sirenenopfer dahintreiben könnte, rekeln sich Frau und Tochter im Wohnzimmer auf dem Sofa. Gestorben wird wohl allein.

Eine schlechte Diagnose hat Marvin Abel aus seinem erfolgreichen Leben gerissen. Nun lässt er ihn nicht mehr los, der Gedanke an den Tod, den er bisher so erfolgreich verdrängte. Wäre er doch niemals wegen dieser Kopfschmerzen zum Arzt gegangen, dann hätte sein Leben so rosarot weitergehen können. Oder?
Bepackt mit neuer Unterwäsche und einer viel zu prall gefüllten Reisetasche, begibt er sich ins Krankenhaus, um sein Leben zu retten. Auf seinem Zimmer knipst er als Erstes ein Handyfoto von dem Schnarchsack im Nebenbett – und eins von sich selbst, zur Erinnerung an seine noch immer dichte Haarpracht vor der Chemotherapie.
Marvin will kämpfen. Schließlich hat er das Leben fest im Griff und bisher noch keinen Kampf verloren. Bald steht der erste Besucher vor Marvins Bett: Basti, sein kleiner Bruder. Der bringt nicht nur einen Supermarkt-Blumenstrauß mit, sondern auch eine schockierende Bitte. Und er bleibt nicht der Einzige, der Marvin haarsträubende Überraschungen bereitet. Marvin traut seinem eigenen Leben nicht mehr – und möglicherweise ist er auch neidisch auf die Enten im Park.
Wo ist seine heile Welt geblieben? War es am Ende nichts weiter als ein Traum von Gestern und Morgen? Und wie, verdammt noch mal, lässt man das los?

“Ich habe noch kein Buch zum Thema ›sterben‹ gelsen, welches derart … wertfrei geschrieben wurde, ohne dabei peinlich oder respektlos zu sein.” [Buchimpressionen]

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3 thoughts on “Der Tod kann mich nicht mehr überraschen: Roman

  1. Heike Salden
    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    eine sehr beruehrende Geschichte, 26. Januar 2017
    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    In dieser Geschichte wird sehr gut deutlich, wie allein ein Mensch, der u.a. eine Krebsdiagnose bekommt, plötzlich sein kann. Wohl dem, der mitfühlende Angehörige hat. Marvin hat dieses Glück leider nicht. Ich habe mit ihm mitgefühlt und war oftmals entsetzt über das ignorante, teils boshafte Verhalten seiner Familie und Freunde/Arbeitskollegen.
    Der Autorin ist es super gelungen, Marvins Gedanken und sein Handeln sowie auch die Charaktere seiner Ärzte und der Krankenschwestern zu beschreiben. Mein Fazit: absolut lesenswert und deshalb auch empfehlenswert.
    Wie ich bei meinen eigenen Recherchen zu meinem Buch “Gefühlslooping” feststellen konnte, gibt es wirklich sehr viele unsensible Menschen, die kein Verständnis für Betroffene aufbringen. So mancher Leser machte mir den Vorwurf, dass ich bei der Schilderung der Lebensgeschichten übertrieben hätte. So ist es jedoch nicht. Und ich bin froh, dass ich in diesem Buch die Bestätigung bekam, dass auch andere diese Erfahrungen machen mussten. Vielen Dank Heike Vullriede. Ich freue mich auf Ihr nächstes Buch.
  2. T. Jannusch
    5.0 von 5 Sternen
    mal was anderes, 9. Februar 2017
    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Ich habe die ersten 50 Seiten noch am gleichen Abend verschlungen!
    Es hat mich einfach mitgerissen. Klar, das Thema ist nicht ohne, aber mit
    etwas Sarkasmus bzw. Ironie läuft es sich manchmal leichter im Leben und
    die hat mich hier immer wieder von den ernsten Momenten, die nun mal ein
    bösartiger Hirntumor mitbringt, mitgerissen.
    Marvin hat den Kampf gegen den Krebs nicht aufgegeben, er lernt aber immer mehr,
    dass sich die Welt auch ohne ihn weiterdrehen wird.
    Besucher kommen und gehen und bringen ihn in die unmöglichsten Situationen.

    Fazit:
    Wunderbar geschrieben, vielschichtig und nachdenklich, aber auch amüsant.
    EIn Buch, das ich gerne weiterempfehle.

  3. Anonymous
    5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Ein (recht gelungener) buddhistischer “Roman”, 24. September 2012
    Von 

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Dieses Buch liegt für mich auf einem schmalen Grat zwischen philosophisch-religiöser Abhandlung und “tatsächlichem” Roman. Die Autorin, selbst mit buddhistischem Hintergrund, hat hier versucht, buddhistisch inspirierte Gedanken über Leben, Tod und das “Loslassen-Können” in eine Romanhandlung zu verweben. Dabei herausgekommen ist ein sehr gut lesbares Buch, das den Leser tief betroffen macht – das als Roman, als “Buch an sich” jedoch noch besser hätte sein können.

    Ich möchte zukünftige Leser nun nicht verschrecken, die vom Buddhismus nichts wissen. Es ist nicht so, dass die Autorin quasi mit der Brechstange ihre Thesen und Ansichten zu vermitteln sucht. Aber wenn man es weiß, und sich ein wenig mit Buddhismus auskennt, dann sind die Bezüge einfach nicht von der Hand zu weisen. Man kann das Buch selbstverständlich auch ohne diesen Bezug lesen – doch dann entgeht einem doch ein gut Teil der Aussage.

    Worum geht es eigentlich? Um einen Mann mittleren Alters, Marvin Abel, der sich unvermittelt mit einer tödlichen Diagnose konfrontiert sieht: Hirntumor, und auch noch der schlimmste, ein Glioblastom. Das Buch beschreibt, überwiegend aus Marvins Perspektive, seine noch verbleibende kurze Lebenszeit zwischen Diagnose und seinem tatsächlichen Tod. Anfangs verläuft die Handlung dabei noch ziemlich dicht an der Chronologie (Krankenhaus, Chemotherapie, Besuche); dies löst sich jedoch im letzten Drittel etwas auf. Die Handlung nimmt am Schluss eine sehr unerwartete Wende, wodurch der Titel des Buches letztlich sehr ironisch erscheint: der Tod kann einen eben doch immer (!) überraschen, auch wenn man vorher noch so abgeklärt war.

    Ich habe aus diesem Buch etliches mitnehmen können. Gut getroffen fand ich zum Beispiel die verschiedenen Positionen und Verdrängungsmechanismen, welche Marvins Besucher einnehmen. Die Ehefrau tut beinahe so, als sei nichts, der Bruder will Geld, der Kollege gibt zu, Abläufe in der Firma manipuliert zu haben, für andere ist er schon so gut wie tot, die meisten sind hilflos, und so weiter. Ich weiß, dass alle diese Reaktionen tatsächlich vorkommen können, und fand sie realistisch geschildert.

    Marvins eigene Entwicklung fand ich teilweise ein wenig abstrus, das mag aber auch daran gelegen haben, dass ein Hirntumor eben die Persönlichkeit des Menschen, bis hin zu Wahnvorstellungen, verändert. Nur hätten hier meiner Meinung nach andere schriftstellerische Mittel, wie eine Schilderung durch ein Familienmitglied, noch besser gewirkt.

    Alles spitzt sich bis zu den letzten Szenen des Buches hin zu. Marvin durchläuft relativ typische Stadien, wie sie in der Psyche eines Sterbenden so ablaufen: über Verdrängung, Wut, Verhandeln, bis hin zu Resignation und Annahme. Schade fand ich dabei nur, dass im letzten Drittel des Buches, wie bereits erwähnt, etliches aus der Chronologie der Ereignisse gestrichen wurde. Das hat dem Buch seine Glaubwürdigkeit als “Roman” ein wenig geschmälert.

    Vielleicht ist dieses Buch gerade deshalb auch für ein breiteres Publikum gut geeignet: es überfordert nicht durch eine ausufernde Rahmenhandlung (die ich mir persönlich allerdings doch ausführlicher gewünscht hätte), es schildert typische Abläufe, es menschelt zwischendurch ziemlich stark, und es macht seelische Nöte verständlich. Es regt die Gedanken an, ohne zu sehr als Pamphlet rüberzukommen. Nur eine vollständige Durchdringung des Themas aus allen Blickwinkeln sollte man nicht erwarten.

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